Jetzt sei die Trendumkehr geschafft – das hört man aus der SPÖ zuletzt häufig. Seit der Sitzung von Andreas Babler mit den Landesparteichefs sind gerade einmal acht Tage vergangen und die Nebel scheinen sich zu lichten. Immer mehr Informationen sickern darüber durch, was da am Sonntag vor einer Woche hinter verschlossenen Türen abgegangen sein soll. Babler habe sich, wird erzählt, der Länder-Front, die seinen sofortigen Abgang einforderte, wie ein störrisches Kind entgegengestemmt. Eventuell werde er einen Übergangsprozess für das nächste Jahr einleiten, aber er bleibe Parteichef.
Parteichef bleibt Babler tatsächlich – wenn auch unter mehr oder weniger strenges Kuratel gestellt. Kommt das bei den Österreichern an? Das wollten wir in einer großen IFDD-Umfrage im Auftrag der „Krone“ erfahren. Die Antwort: nein, nein und nochmals nein.
Ist die jetzt gefundene SPÖ-Lösung ein Neustart? Da sagen überhaupt 92 Prozent Nein. Ist die Lösung mit den zwei beigestellten Parteiobmann-Assistenten gut? Zwei Drittel sagen Nein. Und soll Babler Minister bleiben? Knapp drei Viertel: Nein.
Kein Wunder, wenn angesichts dieser so misslungenen Lösung das Gesamtbild für die SPÖ ein noch verheerenderes ist als vor wenigen Wochen. Da erreichten die Sozialdemokraten laut Umfragen schon nur noch desaströse 15 bis 16 Prozent. Jetzt sind es gar nur mehr 12 bis 13. Trendumkehr? Nein, noch keine Spur. Die Österreicher sagen Nein zu dieser SPÖ.