Politik

Noch keine langfristige Lösung für den Kasberg

Noch keine langfristige Lösung für den Kasberg

Ist es eine Rettung auf Etappen oder doch nur eine Vertröstung bis nach der Landtagswahl im kommenden Jahr? Der Landtag hat am Donnerstag beschlossen, 17 Millionen Euro in die Übernahme des Skigebiets im Almtal zu investieren. Das sollte zumindest vorerst dessen Fortbestand sichern.

Die Skier können gewachselt werden: Mit dem Beschluss im Landtag am Donnerstag ist die kommende Wintersaison am Kasberg in Grünau gerettet. Mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und SPÖ wurde eine Investition von 17 Millionen Euro abgesegnet. Bis zu zehn Millionen Euro fließen in Übernahme, Betrieb, notwendige Ersatzinvestitionen und in Beschneiungsanlagen. Weitere sieben Millionen Euro sind für Personal-, Rückbau- und Rekultivierungsarbeiten vorgesehen.

Wären 70 Millionen Euro nötig?
Herrscht jetzt also großes Aufatmen im Almtal? Nur bedingt. Wie berichtet, hatten die Betreiber auf eine nachhaltige Absicherung gehofft und von einem Mittelbedarf von 70 Millionen Euro für die nächsten 20 Jahre gesprochen. Dass der Geschäftsführer der Almtal-Bergbahnen, Friedrich Drack, die nach dem gestrigen Beschluss vorliegenden Verträge unterschreibt, ist daher nicht gewiss – wenn auch wahrscheinlich.

Grünes Licht von kritischer Genossenschaft
Die zuletzt kritische Fördergenossenschaft Lebenswertes Almtal gab am Donnerstag grünes Licht: Man könne nun als Miteigentümer dem Kaufvertrag zustimmen, ließen die Vorstände Karl Drack und Michael Stadler in einer Aussendung verlauten. „Ein Wermutstropfen bleibt, dass im Finanzrahmen keine Garantie für den tatsächlichen Bau einer modernen Vollbeschneiung und auch keine nachhaltige Lösung für die Gruppenumlaufbahn enthalten ist“, sagt Drack.

„Arbeiten an langfristiger Lösung“
Auch die Landespolitik räumt ein, dass es noch keine Zukunftsgarantie für den Kasberg gibt. Man gehe „Schritt für Schritt vor“, formuliert es Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. Landeshauptmann Thomas Stelzer (beide ÖVP) präzisiert: „Wir sichern den laufenden Betrieb und arbeiten gleichzeitig an einer langfristigen Lösung.“

Grüne, Neos und MFG stimmten dem gestrigen Antrag nicht zu – unter anderem mit folgender Begründung: Die Übernahme des Kasbergs durch das Land bedeute nur das „Rüberretten“ über die Landtagswahl im September 2027.

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