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Norbert Hofers „Alko-Fehler“ zieht weite Kreise

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Die 2,48 Promille am Steuer, mit denen Norbert Hofer (FPÖ) erwischt wurde, lösen heftige Reaktionen aus – jetzt folgen die Konsequenzen. Vonseiten der SPÖ wird ein Rücktritt gefordert. Die „Krone“ kennt die Hintergründe.

Das war wohl zu erwarten! In der Politik wird mit harten Bandagen gekämpft. Entsprechend kompromisslos sind die Reaktionen auf den 2,48-Promille-Fauxpas von FPÖ-Politiker Norbert Hofer. Wie berichtet, hatte der frühere Vizekanzler und Verkehrsminister zugeben müssen, am helllichten Tag sturzbetrunken sein Auto gelenkt zu haben – Führerscheinabnahme inklusive.

Von „menschlich“ bis „unvorstellbar“
„Das ist menschlich“, so die Kommentare, die Verständnis zeigen. „Unvorstellbar, wenn dem Alko-Vortest ein Unfall mit Personenschaden vorausgegangen wäre“, grübeln besorgte Bürger. Vielfach wird der Rücktritt des blauen Abgeordneten gefordert. „Hochprozentiges“ steuert Dominik Wlazny alias Marco Pogo bei.

Slogan von Marco Pogo
Falls der Freiheitliche doch noch seinen Politiker-Job an den Nagel hängen sollte, schlägt ihm der Vorsitzende der Bierpartei und Drittplatzierte bei der Wahl zum Bundespräsidenten 2022 auf Facebook vor, in die Werbung zu gehen. Konkret unter anderem für Stroh 80, die Ikone unter Österreichs Spirituosen. Den aufsehenerregenden Slogan hat Marco Pogo schon parat: „Inländer Rum statt Ausländer raus!“

„Ein Fehler“ ist passiert
Das Lachen längst vergangen ist Mandataren im Landhaus. Der Vorwurf, dass ein Spitzenpolitiker versucht habe, Polizei und Öffentlichkeit hinters Licht zu führen, sei schwerwiegend. „Hofer soll zunächst bestritten haben, selbst gefahren zu sein. Erst als Zeugen ins Spiel kamen, wurde aus dem Dementi ein Eingeständnis. Dann war von einem Fehler die Rede“, so die Kritik.

Hofer will dennoch im Landtag bleiben. Alles sei mit der Bundespartei besprochen, sagte er. Doch aus der Kickl-FPÖ hieß es: Die Mandatsfrage sei gar nicht erörtert worden, das sei Sache des burgenländischen Landtags.

Eine klare Linie verfolgt die SPÖ Burgenland: „Bei uns hätte Hofer bereits zurücktreten müssen. Er hat angekündigt, die Konsequenzen zu ziehen. Wir gehen daher davon aus, dass der freiheitliche Abgeordnete an der nächsten Landtagssitzung nicht mehr teilnehmen wird.“

Blick zurück in die Anfänge: Schon als Eisenstädter FPÖ-Gemeinderat hatte Hofer einst ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gefordert. Für „Trinkgelage“ auf Kinderspielplätzen, im Stadtpark oder in der Innenstadt habe er kein Verständnis, ließ der ehemalige Kommunalpolitiker wissen.

„Kein Kind der Traurigkeit“
Wobei er laut Nachrichtenagentur APA schon damals eingeräumt hat: „Ich bin kein Kind von Traurigkeit und habe viel Verständnis für jene, die gerne einmal ein Fest feiern.“ Später als Infrastrukturminister hat Hofer mit Herbert Kickl vor Alkohol und Drogen am Steuer gewarnt – das sei kein Kavaliersdelikt, sondern ein „No-Go“, lautete die Botschaft. Sie gilt bis heute.