Politik

Wiener Gemeinderat Franz Karl (ÖVP) gestorben

Wiener Gemeinderat Franz Karl (ÖVP) gestorben

Der frühere Wiener ÖVP-Gemeinderat Franz Karl ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Er galt als Original seiner Partei und wurde als unermüdlicher Kämpfer gegen Hundekot und totes Recht bekannt.

Karl schaffte 1987 den Einzug in den Gemeinderat. Bekannt wurde er, als er in den 1990er-Jahren vom damaligen Bürgermeister Helmut Zilk (SPÖ) die Rolle des „Hundstrümmerl-Beauftragten“ und die Leitung der entsprechenden Hundekommission übernahm. Im Februar 1996 legte der Politiker das Amt schließlich zurück. Es sei trotz größter Bemühungen nicht gelungen, „irgendetwas in dieser Sache zu bewegen“, begründete Karl.

Legendär war außerdem sein Zitat aus dem Jahr 2001: „Wien ist die verschissenste Stadt Europas, und die politische Verantwortung dafür trägt der Bürgermeister.“ Karl war auch Bezirksparteiobmann der ÖVP Meidling und Landtagsabgeordneter sowie Vizepräsident der Volkshochschule Wien-Meidling. Zuletzt war der Wiener Vizepräsident des Österreichischen Seniorenrats.

„Politiker mit Haltung und Fachwissen“
Vor zwei Jahren hat Karl das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten. „Franz Karl war ein Politiker mit Haltung, Fachwissen und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein für die Menschen. Ob in der Kommunalpolitik, im Seniorenbereich oder in seinen zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen – sein Wirken war stets von Verlässlichkeit, Menschlichkeit und dem Willen geprägt, für andere etwas zu bewegen (...)“, sagte Markus Figl, Landesparteiobmann der Wiener ÖVP, in einer Aussendung. Franz Karl wurde 83 Jahre alt.

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