Voice of Freedom Повна версія

Nummer Zwei der NEOS kehrt Politik den Rücken

· Politics

Sie gilt im Landtag als Kämpferin für Frauen, Kinder und ein besseres Bildungssystem: Die Landtagsabgeordnete Julia Bammer (38) ist neben Parteichef Felix Eypeltauer die Nummer zwei der NEOS in Oberösterreich. Jetzt hat sie sich entschieden, der Landespolitik Adieu zu sagen: „Ich werde bei der Wahl 2027 nicht mehr antreten.“

Als die Pinken im Jahr 2021 erstmals und ganz knapp mit 4,2 Prozent in den oberösterreichischen Landtag einzogen, war der Platz für die Juristin mit Doktortitel fix reserviert. Bei den NEOS ist es üblich, dass sich die Kandidaten für einen Listenplatz bewerben. Über die endgültige Reihung entscheiden dann die Parteimitglieder.

Diesen Prozess hat die Partei für die Landtagswahl im Herbst nächsten Jahres in den vergangenen Tagen erneut gestartet. Eine bekannte Politikerin wird diesmal allerdings nicht mehr dabei sein. Julia Bammer bestätigt im Gespräch mit der „Krone“: „Ja, es stimmt. Ich werde mich nicht mehr für die nächste Periode im Landtag bewerben.“

Es sei eine bewusste Entscheidung für einen neuen Lebensabschnitt, sagt die 38-Jährige. „Es ist ein super-spannender Job.“ Ein konkretes berufliches Angebot habe sie derzeit zwar noch nicht. Sie wolle sich aber auch künftig gesellschaftspolitischen Themen widmen, die ihr schon als Abgeordnete am Herzen lagen. „Ich werde mich sicher den Themen annehmen, die mich auch im Landtag beschäftigt haben. Ich habe dann halt einen anderen Hut auf.“

Besonders im Blick hatte Bammer in den vergangenen fünf Jahren die Bildungspolitik. „Mir war wichtig, Kindern eine Stimme zu geben. Dafür habe ich mich sehr gerne eingesetzt.“ Gleichzeitig ortet sie in diesem Bereich weiterhin großen Handlungsbedarf. „Wir schöpfen die Möglichkeiten, die wir haben, nicht aus.“

Dem politischen Leben kehrt Bammer zwar den Rücken, den NEOS aber nicht. „Ich bleibe der Partei natürlich verbunden“, sagt sie. Eine Funktion in einem Gremium strebe sie allerdings nicht an. Mit Blick auf die Landtagswahl 2027 sagt Bammer: „Die Karten werden neu gemischt. Es wird für alle Parteien herausfordernd – außer für eine.“ Dass sie damit die derzeit in Umfragen führende FPÖ meint, lässt sie im Gespräch keinen Zweifel. Die laufende Landtagsperiode will sie aber noch bis zum Schluss fertig machen.