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OMV drosselt jetzt ihre Dieselproduktion

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Die OMV hat in ihren Raffinerien in Schwechat (NÖ) und Burghausen (Bayern) die Produktion von Diesel gedrosselt. Gleichzeitig wurde der Kerosinanteil hochgeschraubt, sagte OMV-Chef Alfred Stern am Mittwoch. Die beiden Raffinerien sind über Pipelines mit dem Wiener und Münchner Flughafen verbunden.

Man werde wohl weiterhin alle Airlines versorgen können, zeigte sich Stern zuversichtlich. „Vorhersagen sind aber immer schwierig, weil die Situation extrem volatil ist“, gab er zu bedenken. Die Preise für Flugbenzin waren nach Kriegsbeginn im Iran extrem gestiegen.

Bei Diesel griff die österreichische Bundesregierung zudem in die Raffineriemargen ein. Stern kritisierte das Vorgehen am Mittwoch erneut. Das Raffineriegeschäft sei zyklisch. Würde man die Gewinne in guten Jahren abschöpfen, verliere man in schlechten Jahren an Substanz. Deshalb seien in den vergangenen zehn Jahren in Europa 25 Raffinerien geschlossen worden. Heute müsse mehr Treibstoff denn je importiert werden. Auch die OMV selbst muss Kraftstoff importieren, da sie nicht so viel erzeugt, wie in Österreich benötigt wird.

Gaspreise steigen wohl bis zum Winter
Durch den Iran-Krieg haben sich im Großhandel auch die Gaspreise ungefähr verdoppelt. Stern hält es für „optimistisch“, dass die Straße von Hormuz bald wieder von Schiffen passiert werden könne. „Wir sehen ein gewisses Risiko, dass trotz dieser Forward-Kurven, die Gaspreise zum Winter hin nochmals ansteigen.“

Österreichs Bundesregierung hat unterdessen angekündigt, die strategische Gasreserve um zwei weitere Jahre zu verlänger zu wollen. Die Gasreserve umfasst 20 Terawattstunden (TWh) und ist nach aktueller Rechtslage bis zum 1. April 2027 befristet. Für den Beschluss ist eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat nötig. „Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten haben spürbare Auswirkungen auf die globale Versorgung mit Öl und Gas nach sich gezogen und verdeutlichen die Notwendigkeit der Beibehaltung von Instrumenten der Versorgungssicherheit zur Aufrechterhaltung der Resilienz der österreichischen Energieversorgung“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) am Mittwoch.

Die entsprechende Verordnung soll im Juni beschlossen werden. Die Kosten für die Speicherung betragen für 2027 bis 2029 rund 240 Millionen Euro.