Politik

ORF-Chef Pig gibt ZiB-Moderatorin Bernhard Korb

ORF-Chef Pig gibt ZiB-Moderatorin Bernhard Korb

Die Auswahl steht, Anfang der nächsten Woche erfahren die Stiftungsräte, wer den ORF in Zukunft führen soll. Die gerüchteweise geplante Erhöhung der ORF-Gebühr wird indes nicht kommen, wird vom Umfeld der Stiftungsratschefs versichert.

Früher als erwartet biegt das Rennen um die ORF-Spitzenjobs in die Zielgerade. Der designierte General Clemens Pig hatte die Wahl zwischen 105 Bewerbern und 142 Bewerbungen für 13 Direktoren-Posten, neun in den Bundesländern, vier am Küniglberg.

Hearings fertig
Still und heimlich erstellte Pig aus den Bewerbungen eine Shortlist, von Montag bis Freitag dieser Woche wurden die ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten zu Hearings eingeladen. Je ein Personalberater aus der Schweiz und aus Deutschland halfen mit.

Zwei Überraschungen
Die erste Überraschung: „ZiB“-Moderatorin Nadja Bernhard schaffte es laut „Krone“-Infos nicht ins Hearing. Sie hatte sich für die Steiermark beworben. 
Die zweite: Sehr wohl geladen wurde allerdings Kathrin Zierhut-Kunz. Die Geschäftsführerin von ORF III, mit einem Jahresgehalt von 276.430 Euro auf Platz 6 im ORF-Ranking, hatte sich zunächst für den Posten des Generaldirektors beworben. Nun hat sie Chancen, Direktorin in der Steiermark zu werden. Das ist pikant. Zierhut-Kunz wird eine Nähe zur FPÖ nachgesagt, die Steiermark hat den einzigen blauen Landeshauptmann in Österreich. FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler gilt als Unterstützer.

In guter Hoffnung
Lisa Totzauer, die sich ebenso als Generaldirektorin beworben hatte, könnte den Direktorenposten Programm erhalten, der erfahrene Medienmanager Matthias Settele den Finanz-Chefsessel.

Morgen werden die Nominierungen an den Stiftungsrat übermittelt. Die Entscheidung über das Pig-Team fällt am 11. August im Stiftungsrat.

Gebühr bleibt
Eine Entscheidung scheint indes gefallen: Die ORF-Gebühr wird 2027 nicht erhöht. Man werde keine „kryptokommunistischen Fantasien“ auf dem Rücken von Studenten, Klein-, Mittelunternehmern und Gebührenzahlern umsetzen, heißt es aus dem Umfeld der Stiftungsratschefs. 

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