Politik

Paketsteuer deutlich teurer als kommuniziert

Paketsteuer deutlich teurer als kommuniziert

Böses Erwachen nach dem Beschluss der Paketsteuer im Nationalrat am Mittwoch! Die Abgabe macht nicht zwei Euro pro Paket, sondern 2,40 Euro aus. Wie kommt das? Finanzminister Markus Marterbauer legt auf die zwei Euro noch 20 Prozent Umsatzsteuer darauf. Das haben viele übersehen.

Die Paketsteuer soll laut Finanzministerium rund 280 Millionen Euro im Jahr in die Staatskasse spülen. Das soll die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel gegenfinanzieren.

Die Abgabe gilt ab 1. Oktober für alle Online-Händler mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr. Indirekt sind aber laut Handelsverband auch rund 4000 kleinere österreichische Händler betroffen, die über Online-Marktplätze verkaufen.

Kolportiert wurde vom Finanzministerium immer, dass die Paketsteuer zwei Euro beträgt. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Denn wenn man das Gesetz genau liest, sieht man – die zwei Euro sind netto. Brutto – also mit 20 Prozent Umsatzsteuer – kostet es für die Versanddienstleister 2,40 Euro.

Kritiker der Abgabe warnen von Beginn an, dass die Händler diese Abgabe an die Kunden weitergeben. Somit finanzieren sich die Menschen die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel selbst nach dem Motto: bei einer Tasche rein, bei der anderen wieder raus ...

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