Kultur

Raimundspiele Gutenstein legen Zwangspause ein

Raimundspiele Gutenstein legen Zwangspause ein

Die Marktgemeinde Gutenstein im niederösterreichische Piestingtal zieht die Notbremse bei ihrem Theaterfestival: Das Geld fehlt, daher erfolgt ein Spiel-Stopp im kommenden Sommer – und man begibt sich auf die Suche nach einer neuen, erfolgreicheren Intendanz.

„Der Verschwender“ – das war der prophetische Titel, mit dem im Sommer 2024 die Raimundspiele Gutenstein ins niederösterreichische Piestingtal im Bezirk Wiener Neustadt lockten. Zwei Sommer später ist das Geld weg: Die leeren Kassen der Gemeinde sowie schwächelnde Zuschauerzahlen zwingen das Festival im kommenden Jahr zu einer Zwangspause.

Laut der für Kulturagenden zuständigen Vizebürgermeisterin Hildegard Ramberger (ÖVP) werde man nun prüfen, wie das Projekt künftig überhaupt noch tragbar und bewerkstelligbar sei. Jedenfalls müssten die Raimundspiele von Grund auf neu aufgestellt sowie ein wirtschaftlich tragfähigeres Konzept erarbeitet werden.

Der in diesem Jahr ausgelaufene Dreijahresvertrag des künstlerischen Leiters und Ex-ORF-Landesdirektors Norbert Gollinger soll mangels Erfolgs nicht verlängert werden. Wie und ob man im Jahr 2028 wieder zum sommerlichen Theatervergnügen lädt, ist derzeit offen.

Gutenstein steht mit diesem Schicksal nicht alleine da. Der anhaltende Spardruck und rückläufige Ticketverkäufe setzen der gesamten Kulturszene des Landes zu – so wackelt auch die Burgruinenbühne in Perchtoldsdorf. 

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