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Rubio: „Europa kann aus langem Schlaf erwachen“

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US-Außenminister Marco Rubio hat Europa zum Erwachen aus seinem „langen Dämmerschlaf“ aufgefordert. „Wir glauben, dass Europa (...) das Feuer neu entfachen kann, das hier vor Jahrtausenden entzündet wurde“, sagte der Minister bei seinem Besuch in Griechenland.

In Europa finde derzeit etwas statt, „von dem wir hoffen, dass es der Beginn eines Generationenwandels ist: steil ansteigende Verteidigungsausgaben, eine Fülle neuer Partnerschaften und Programme“ sowie „ausgeweitete Industrieproduktion“, sagte Rubio weiter. Die kommenden Jahre seien „entscheidend, ob der Westen seine Stellung an der Spitze der Welt behauptet oder sich mit einer Zukunft des Verfalls, der Knechtschaft und des Niedergangs abfindet“.

Die USA unter Präsident Donald Trump würden „kompromisslos nach nationaler Stärke“ streben. Als Beispiele nannte der Minister in Athen die Kontrolle über Lieferketten, die „Reindustrialisierung“ der Wirtschaft und den Aufbau der Landesverteidigung. Das Weiße Haus beabsichtigt, die Zusammenarbeit mit Griechenland weiter auszubauen. „Die griechisch-amerikanische Partnerschaft war noch nie so stark, tief und geschlossen“, sagte der griechische Außenminister Giorgos Gerapetritis am Mittwoch bei Rubios Besuch. In ihrem Gespräch ging es unter anderem um Verteidigung, regionale Sicherheit, Energie, Schifffahrt, Technologie, Handel und Investitionen.

Die europäischen Staaten müssten nach Ansicht Washingtons künftig einen größeren Anteil der Verantwortung für die Sicherheit des Kontinents übernehmen. Griechenland spiele dabei eine wichtige Rolle – sowohl bei der Bewältigung von Migrationsbewegungen als auch bei der Bekämpfung terroristischer Bedrohungen, sagte Rubio. Er kündigte eine neue Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei Terrorismusbekämpfung und einen Informationsaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden beider Länder an. Griechenland will zudem weitere US-Waffen und Ausrüstung beschaffen, darunter Selbstschutzsysteme für 20 bestellte F-35.

Auch Aufenthalte in Island und Portugal
Rubio ist derzeit auf einer Europa-Reise. Er kam am Montag in Island an und traf dort Regierungschefin Kristrun Frostadottir und Außenministerin Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir. Am Mittwochabend wurde er in Athen von Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis empfangen und am Donnerstag ist noch ein Aufenthalt in Portugal geplant. Der Außenminister gilt als möglicher Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2028. Trump darf nicht mehr antreten.