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Russland und USA beraten wohl weitere Projekte

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Nach dem Diesel-Deal denken Russland und die USA über weitere gemeinsame Projekte nach. Unter anderem soll es um Vorhaben im Bereich von Rechenzentren gehen, wie zumindest der russische Investitionsbeauftragte Kirill Dmitrijew erklärt. Die US-Sanktionen stellen dabei offenbar kein Hindernis dar.

Trotz der US-Sanktionen prüfen beide Seiten, wie die Länder zusammenarbeiten könnten, sagte Dmitrijew am Freitag. Unter anderem würden gemeinsame Projekte im Bereich russischer und US-amerikanischer Rechenzentren erörtert. Dabei gehe es auch um den Einsatz „kleiner Kernkraftwerke“, um den steigenden Strombedarf dieser Anlagen zu decken. Weitere Details nannte Dmitrijew nicht. Er gilt als Schlüsselfigur bei den Gesprächen zwischen Russland und den USA über ein Ende des Ukraine-Kriegs.

„Eis beginnt zu brechen“
Die USA hatten in der Vergangenheit solche Vereinbarungen an ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg gekoppelt. Dmitrijew äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass sich dies nun ändere. „Das Eis beginnt zu brechen“, sagte er. Zwar seien Fortschritte recht schwierig, da es weit verbreiteten Widerstand aus verschiedenen Richtungen gebe. Doch das Diesel-Abkommen zeige, dass es funktioniere.

Er gehe davon aus, dass bald weitere bedeutende Initiativen angekündigt werden könnten. „Wir setzen derzeit Projekte mit den Vereinigten Staaten von Amerika effektiv um, und wir werden dies auch weiterhin tun, bis die militärische Spezialoperation beendet ist“, erklärte er und verwendete dabei die vom Kreml für den Krieg gegen die Ukraine verwendete Bezeichnung.

Selenskyj warnt 
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte am Freitag vor den Gefahren des Diesel-Abkommens zwischen den USA und Russland. Die Vereinbarung ebne den Weg für weitere Sanktionslockerungen zugunsten eines Aggressors, der kein Interesse an einem Ende des Krieges zeige, sagte Selenskyj am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. Am Ende werde dies auch die Russland-Sanktionen gegen das Bankensystem, Einzelpersonen und die chemische Industrie betreffen.