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Saudische Tanker kommen durch Blockade der Houthis

Saudische Tanker kommen durch Blockade der Houthis

Vor zwei Wochen hat die Houthi-Miliz im Jemen eine Blockade für saudi-arabische Schiffe ausgerufen und mehrere Tanker attackiert. Jetzt zeigt sich, die Blockade ist nicht besonders effektiv.

Die mit dem Iran verbündete Houthi-Miliz hatte ihre Blockade gegen Saudi-Arabien am 20. Juli verhängt und nach eigenen Angaben auch Öltanker mit Drohnen und Raketen beschossen. Die drohende Sperre eines weiteren essenziellen Öl-Nadelöhr sorgte kurzzeitig dafür, dass der Ölpreis extrem anstieg. Entsprechend hart reagierte Saudi-Arabien: Es bombardierte Stellungen der Houthi im Jemen.

Riad bildet Militärkoalition
Zudem will das Königreich zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer eine multinationale Militärkoalition gründen. Vertreter aus 43 Ländern und der Europäischen Union nahmen vergangene Woche an einem Treffen teil, bei dem entsprechende Pläne erörtert wurden. 14 Länder, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, bekundeten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Unterstützung. Saudi-Arabien soll die Koalition als Gründungs- und Führungsstaat leiten und das Hauptquartier stellen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Riad.

Scharfe Drohungen aus dem Jemen
Die Houthi-Miliz, die von einigen Ländern als Terrororganisation eingestuft wird, antwortete mit weiteren Drohungen. Man werde mit einer „vollständigen Eskalation“ antworten, erklärte Anführer Abdul-Malik al-Huthi. Flugzeuge, die die Türkei an Saudi-Arabien verkauft habe, würden „zu unverkäuflichen Lagerbeständen werden, sobald sie im Jemen abgeschossen werden“, richtete er vergangene Woche aus. Die Drohungen gegen die Schifffahrt wurden am Wochenende allerdings nicht wahr gemacht.

Denn zwei mit saudi-arabischem Erdöl beladene Tanker passierten ungehindert die Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer. Es handelte sich um die „Lesvos“ und die „Desh Vaibhav“, wie Schifffahrtsdaten des Datenanbieters und Analysten Kpler zeigen. Dutzende andere Frachter konnten in den vergangenen drei Tagen ebenfalls die Meeresstraße durchfahren.

Explosion in der Meerenge von Hormuz
Die Spannungen im Roten Meer sind Teil des umfassenderen Konflikts mit dem Iran. Brennpunkt ist die für den weltweiten Erdöl- und Erdgastransport noch wichtigere Meerenge von Hormuz. Dort ereignete sich in der Nacht auf Montag nahe einem Tanker eine Explosion. Der Kapitän des Tankers habe gemeldet, dass er eine „Explosion in unmittelbarer Nähe des Schiffes“ gehört habe, erklärte die britische Seefahrtsbehörde UKMTO. Der Tanker und die Besatzung seien in Sicherheit.

Der Vorfall ereignete sich demnach 37 Kilometer nordöstlich der omanischen Stadt Khasab. UKMTO erklärte, Schiffe sollten die Meerenge mit Vorsicht durchfahren und „verdächtige Aktivitäten“ melden. Der Iran hatte am Sonntag erklärt, vor einer Einigung mit dem Oman über eine neue Route durch die Straße von Hormuz zu stehen. Dies bedeute aber nicht, dass die Meerenge wiedereröffnet werde. Die USA wollen unbedingt eine Öffnung erreichen, neue Gespräche dazu sollen laut US-Präsident Donald Trump noch diese Woche stattfinden. 

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