Ist da jemand schlecht gelaunt? Superstar Lamine Yamal soll sich beim FC Barcelona aktuell nicht uneingeschränkt in seiner Balance befinden. Das könnte mit drei engen Freunden zu tun haben, deren Zukunft ungewiss ist.
Stimmt schon, in die Körpersprache lässt sich alles Mögliche (und Unmögliche) interpretieren. Dezent aussagekräftig mutete es aber schon an, wie Lamine Yamal am Wochenende bei Barcas 5:0-Saisonauftaktsieg bei Elche seine Auswechslung in Minute 65 nonverbal quittierte: Mundwinkel nach unten, tendenziell beleidigter Gesichtsausdruck und das Leiberl mit angefressenem Gestus auf der Bank ausziehend.
Ist das nur mit dem Ehrgeiz eines Spitzensportlers begründbar, demzufolge keiner gern ausgewechselt wird? Findigen spanischen Medien zufolge könnte die Schlussfolgerung zu kurz greifen. Yamal dürfte generell etwas hadern. Und das könnte vordergründig mit dem Phänomen Freundschaft zu tun haben.
„Es tut Lamine weh“
Die Zukunft von den beiden Barca-Spielern Alejandro Balde, Hector Fort und Marc Casado gilt bei den „Blaugrana“ jeweils als höchst ungewiss. Noch diesen Sommer könnten sie weg sein. Was Yamal wohl hart treffen würden. Denn die besagten Herren sind für ihn nicht nur Mitspieler, sondern enge Freunde, ja „Brüder“, wie es der spanische Journalist Lota Jordi formuliert: „Mir wurde gesagt, dass es Lamine wehtut.“ Durchaus verständlich, das Quartett durchlief gemeinsam die sagenumwobene Nachwuchsakademie „La Masia“ und ist jetzt drauf und dran, jeder für sich, jeweils Weltkarrieren in Gang zu setzen.
Gerade bei Balde wird der Weg dorthin vermutlich aber vorerst nicht weiter über den FC Barcelona führen. Cheftrainer Hansi Flick hatte ihn vor dem Auswärtsspiel gegen Elche sogar aus dem Kader gestrichen – weil er glaubte, „dass Balde nicht wirklich bei der Sache ist“. Das stellt Balde anders dar. Er habe noch unter der Woche den Klub sehr wohl von seinem Wunsch in Kenntnis gesetzt, bleiben zu wollen. Vielleicht kann Lamine Yamal ja noch ein gutes Wort für ihn einlegen.