Die SPÖ hat ihre Finanzen vorzeitig saniert: Wie die Partei am Samstag mitteilte, ist sie seit August vollkommen schuldenfrei. Ursprünglich war die vollständige Tilgung aller Bankkredite erst für 2028 vorgesehen.
Noch beim Bundesparteitag im März stellte Finanzreferent Christoph Matznetter eine Entschuldung innerhalb von 18 bis 24 Monaten in Aussicht – ein deutlicher Kontrast zu früheren Jahren, etwa 2014 unter Werner Faymann, als die Partei noch mit rund 20 Millionen Euro in den roten Zahlen steckte.
Parteitage hatten Entschuldung verzögert
Eigentlich hatte die SPÖ bereits 2025 schuldenfrei sein wollen, diesen Kurs später aber revidiert, da man unter anderem angesichts von zusätzlichen Parteitagen und der Mitgliederbefragung zum Parteivorsitz unerwartete Ausgaben hatte. Noch 2024 war ein Kredit in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro aufgenommen worden.
Babler dankte am Samstag ausdrücklich Matznetter sowie Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim, der den Kurs seiner Vorgänger fortgesetzt habe: „Eine schuldenfreie SPÖ ist eine stärkere SPÖ.“
Seltenheim sprach von einem Erfolg, auf den die SPÖ gemeinsam stolz sein könne. Dies sei das Ergebnis eines sorgsamen Umgangs mit den Mitteln, die Mitglieder und öffentliche Parteienförderung der Sozialdemokratie anvertrauten.