Arnaud Boisset möchte in der kommenden Ski-Saison im Weltcup ein Wörtchen mitreden. Doch der Konkurrenzkampf im Schweizer Speed-Team ist groß. „In Österreich oder Frankreich wäre ich wahrscheinlich fix dabei“, meint zumindest der 28-Jährige.
Im Dezember 2024 musste Arnaud Boisset einen herben Rückschlag hinnehmen: Mit etwa 120 km/h knallte der Schweizer in der Abfahrt von Beaver Creek mit dem Kopf voran auf die eisige Piste. Bei seinem Sturz zog er sich eine Gehirnerschütterung und mehrere Prellungen zu. Schließlich beendete er im Februar 2025 die Saison vorzeitig.
Wieder den Anschluss zu finden, war schwierig. „Ich konnte nicht nach zwölf Monaten zurückkommen und wieder auf meinem alten Niveau sein. Dafür braucht es Zeit. Aber ich hatte diese Zeit nicht, weil ich immer Druck von den anderen hatte“, schildert im Gespräch mit dem „Blick“. Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Co – die Konkurrenz bei den Schweizern ist groß.
„Ich bin kein Europacup-Fahrer“
Nun möchte er sich seinen Platz im Weltcup zurückholen. „Das ist mein Hauptziel“, kündigt Boisset, der 2024 beim Weltcupfinale in Saalbach im Super-G auf den dritten Platz fuhr, an. Dafür muss er sich jedoch in einem internen Rennen in rund zwei Wochen in Zermatt durchsetzen: „Ich will nicht den Platz eines anderen nehmen. Ich will meinen eigenen Platz zurück.“
Er sei schließlich kein „Europacup-Fahrer“, betont Boisset. „Wenn ich am Ende der Saison alles gemacht habe, fit war und trotzdem keine Resultate mehr kommen, dann muss ich akzeptieren, dass es vielleicht vorbei ist!“