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Selenskyj: US-Entscheidungen „schwer zu erklären“

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die USA für Entscheidungen im Krieg gegen Russland kritisiert. Verzögerungen bei Waffenlieferungen und Einschränkungen beim Austausch von Geheimdienstinformationen seien „unter Freunden schwer zu erklären“, sagte er bei einem Treffen mit einer Delegation des US-Kongresses.

Darüber hinaus habe die Ukraine zuletzt dreimal keine Warnungen vor russischen Angriffen von ihren Partnern erhalten. Das Pentagon verzögere außerdem die Lieferung bereits bezahlter Raketen. „All dies deutet darauf hin, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, die Unterstützung für uns zu drosseln“, sagte er.

US-Präsident Donald Trump hingegen warf Selenskyj vor, Friedensgespräche mit Russland zu verweigern. Der ukrainische Staatschef solle vielleicht „jemand anderen verhandeln lassen.“

Trump: Haben der Ukraine viel gegeben – und sie uns nichts
Außerdem urgierte Trump fehlende Gegenleistungen Kiews für die Unterstützung der USA. „Wir haben der Ukraine viel gegeben – sie hat uns nichts gegeben. Vergessen Sie das nicht“, sagte er in Washington.

Zuvor hatte Selenskyj angedeutet, Trump stehe mit seinem kremlfreundlichen Kurs auf der falschen Seite der Geschichte. Trump sagte dazu: „Selenskyj weiß nicht, wovon er spricht.“ 

Vitali Klitschko: Wir werden nie kapitulieren
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko appellierte unterdessen mit eindringlichen Worten an die Solidarität in Europa. „Wir wollen nie wieder Krieg in Europa. Frieden braucht unsere gemeinsame Verantwortung. Freiheit braucht Menschen, die füreinander einstehen“, sagte Klitschko (55) in einer Videobotschaft bei einer Preisverleihung in der deutschen Hauptstadt Berlin.