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Selenskyj zu Angriffsstopp bereit, falls …

Selenskyj zu Angriffsstopp bereit, falls …

Die Ukraine sei bereit, ihre Attacken auf russische Öl-Raffinerien einzustellen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag. Das gelte allerdings nur, falls die Russen im Gegenzug die ukrainische Infrastuktur verschonen. Unterdessen gingen die Angriffe am Wochenende weiter.

Jeder Schritt zur Deeskalation müsse auf Gegenseitigkeit beruhen und mit echten Garantien einhergehen, erklärte Selenskyj am Sonntag auf Telegram. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen Stopp der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien und eine Ablöse Selenskyjs gefordert.

Russischer Internetkonzern attackiert
Unterdessen traf die Ukraine bei ihren Gegenangriffen erneut ein Rechenzentrum des russischen Internetkonzerns Yandex. Infolge eines Drohnenangriffs sei Infrastruktur eines Rechenzentrums im mehr als 170 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Wladimir beschädigt worden, teilte das Unternehmen mit.

Der Betrieb des Rechenzentrums sei vollständig eingestellt und einige Dienste nicht erreichbar. Bereits am Donnerstag und Freitag hatte die Ukraine Standorte des Internetriesen in Sassowo im Gebiet Rjasan und in Kaluga getroffen.

Russland hatte zuvor mehrfach Datenzentren in der Ukraine angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte zudem am Sonntag in der Früh mit, unter anderem ein Rechenzentrum in der ukrainischen Hafenstadt Odessa attackiert zu haben. Die ukrainischen Streitkräfte würden es zur Verarbeitung, Übertragung und Speicherung von Informationen nutzen, hieß es zur Begründung.

Nach einem heftigen russischen Angriff auf Saporischschja stieg indes die Zahl der Toten auf 23. Die Rettungsarbeiten nach dem Angriff vom Samstag seien abgeschlossen, teilte Selenskyj in sozialen Medien mit. Unter den Toten seien vier Minderjährige.

„Wahrer Grund für Krieg ist Russland“
„Der wahre Grund für den Krieg in Europa ist Russland, und Russland allein“, schrieb Selenskyj. Die Ukraine sei bereit, Angriffe auf russische Raffinerien zu stoppen, wenn Russland ukrainische Energieanlagen nicht mehr angreife, wiederholte er und warf Kremlchef Wladimir Putin vor, das nicht zu wollen.

Russland habe allein in dieser Woche rund 1450 Gleitbomben, 75 Raketen und Marschflugkörper sowie mehr als 1640 Drohnen, ein Großteil davon mit Düsenantrieb, eingesetzt.

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