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Sieglos-Serie geht weiter: „Es tut richtig weh!“

Sieglos-Serie geht weiter: „Es tut richtig weh!“

Statt des ersehnten Befreiungsschlags hat sich für Vizemeister Sturm die laufende Sieglos-Serie fortgesetzt. Gegen NK Celje erarbeiteten sich die Grazer im vierten Spiel der Europa-League-Ligaphase zwar eine Vielzahl an Chancen, am Ende gab es beim 2:3 gegen Sloweniens Meister auch wegen mehrerer defensiver Aussetzer nichts Zählbares. „Es tut richtig weh. Die Effizienz und Konsequenz haben gefehlt“, analysierte Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch am Donnerstag enttäuscht.

Nach zwei Unentschieden in der Liga und dem Achtelfinal-Aus im ÖFB-Cup bei Austria Lustenau mussten die verletzungsgeplagten Steirer den nächsten Rückschlag einstecken. Ein Doppelpack von Torjäger Oumar Diakite (40., 93.) war zu wenig, auch weil die Sturm-Defensive mehrere Geschenke verteilte und Celje eiskalt zuschlug.

„Wenn du hinten die Tore kriegst und vorne die Chancen nicht nutzt, dann verlierst du so eine Partie. Wir haben uns selbst wehgetan“, sagte Jürgen Heil. Alle drei Gegentore seien vermeidbar gewesen. „Wir haben eine riesige Chance verpasst, einen großen Step in diesem Bewerb zu machen“, ergänzte der Außenbahnspieler.

Wo Sturm dominierte
„Es ist nur an uns gelegen, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben“, betonte Ingolitsch mit Blick auf die Statistiken. Besonders bei den Torschüssen (27:8) und Eckbällen (12:2) dominierte Sturm, all das zählte nach individuellen Fehlern und schwachem Zweikampfverhalten vor den Gegentoren nur wenig. „Wenn die Statistiken und die Leistung da sind, du aber solche Ergebnisse hast, dann tut es doppelt weh“, sagte der Coach. „Wir haben sehr viel investiert, sind aber nicht belohnt worden.“

Die Ambitionen im Kampf um einen Play-off-Platz in der Europa League erlitten durch die erst zweite Heimniederlage im Kalenderjahr 2026 zwar einen Dämpfer, als Tabellen-24. liegt Sturm mit vier Punkten dank des besseren Torverhältnisses aber noch knapp vor Celje und Salzburg über dem Strich. Im Europacup geht es in drei Wochen bei Tabellennachbar TSG Hoffenheim (23.) weiter, die Deutschen blieben bisher hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Das Wiedersehen mit Ex-Trainer Christian Ilzer und Ex-Sportdirektor Andreas Schicker hat damit auch sportlich eine besondere Brisanz.

Grazer wollen „Kopf nicht in den Sand stecken“
Bei den Grazern überwog nach der Ligaphasen-Halbzeit trotzdem die Zuversicht – auch wegen des 1:0-Heimsieges gegen Olympique Marseille vor zwei Wochen. „Wir haben gegen Celje nichts geholt, dafür gegen Marseille gewonnen. Die Chance lebt ja noch immer“, erklärte Heil. Innenverteidiger Paul Koller sah es ähnlich. „Es bringt nichts, wenn wir den Kopf in den Sand stecken. Wir haben noch genug Chancen und glauben in jedem Fall an uns.“

Im Dezember steht noch ein Auswärtsspiel bei AZ Alkmaar (14.) auf dem Programm, Ende Jänner geht es zu Hause gegen OFI Kreta (16.) und bei Dinamo Zagreb (9.) um Punkte und wichtige Europacup-Millionen. Bereits am Sonntag kommt es in der Liga mit dem Schlager gegen Salzburg zum nächsten Showdown in Liebenau. „Es kommt ein richtig schwerer Gegner und wir müssen alles tun, um das Momentum irgendwie zu drehen“, sagte Routinier Jon Gorenc Stankovic. Auch die Salzburger hoffen nach dem verdienten 0:2 bei Anderlecht auf Wiedergutmachung.

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