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Spritverbrauchsbremse besser als Spritpreisbremse

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Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) kritisiert fehlende Maßnahmen zur Reduktion des Spritverbrauchs und der Erdölabhängigkeit. Die AK Tirol will Schritte gegen die ausufernden Gewinne der Mineralölkonzerne auf Kosten der Konsumenten.

Der Medianpreis für einen Liter Diesel betrug im Juli in Tirol 1,94 Euro, jener für Eurosuper war mit rund 1,84 Euro um zehn Cent niedriger, wie eine aktuelle Analyse des Verkehrsclub Österreich zeigt. Der Dieselpreis war damit im Juli aufgrund der neuerlichen Eskalation im Irankrieg um zwölf Cent höher als im Juni, aber niedriger als in den Monaten Mai, April und März.

Für einen Liter Eurosuper war im Juli im Schnitt um zehn Cent mehr zu zahlen als im Juni.

Erdölabhängigkeit des Verkehrs reduzieren
„Viel wirksamer als die Spritpreisbremse wäre eine Spritverbrauchsbremse. Aber nach wie vor fehlt ein gezieltes Maßnahmenpaket, das den Treibstoffverbrauch und die Erdölabhängigkeit des Verkehrs reduziert“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Öffi-Jobtickets für Pendler
Der VCÖ fordert daher verstärkte Anreize zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr, etwa durch Öffi-Jobtickets für Pendler sowie Anreize zur Bildung von Fahrgemeinschaften. Zudem sei der verstärkte Ausbau der Radinfrastruktur sowie mehr Verkehrsberuhigung in Städten und Gemeinden zu forcieren, um das Potenzial der in Österreich weitverbreiteten Elektrofahrräder als Verkehrsmittel zu nutzen.

Förderungen für Elektromobilität
Auch bei der Elektromobilität hinge Österreich Europas Spitze hinterher. Hier brauche es Maßnahmen der öffentlichen Hand.

„Raffinerie-Margen Spielball der Konzerne“
Unterdessen fordert Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl die Regierung auf, „endlich Maßnahmen gegen die ausufernden Gewinne der Mineralölkonzerne auf Kosten der Konsumenten zu treffen“. Die Raffinerie-Margen seien ein Spielball der Konzerne.