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„Spritzer-Novelle“: Minister will „tun, was geht“

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Österreichs Weinbau-Spitzen schenkten ein – und die Bundespolitik schenkt nach. Nach Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) zeigt sich auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) offen für die Novelle. Das geplante Rechtsgutachten soll geprüft – das Gesetz danach nach Möglichkeit umgesetzt werden.

Wo Spritzer draufsteht, soll künftig auch gesetzlich Österreich drin sein. Europas Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager und Wein-Burgenland-Chef Herbert Oschep forderten in der „Krone“ bekanntlich ja, im neuen Weingesetz zu verankern, dass der „G’spritzte“ nur noch mit heimischem Wein gemischt werden darf.

Doskozil pflichtet bei
Rund 500 Millionen Gläser des heimlichen Nationalgetränks trinken die Österreicher schätzungsweise pro Jahr – nicht jedes davon aber mit rot-weiß-rotem Rebensaft. Eine Verpflichtung würde die Weinwirtschaft stärken. Ausländische „Einflüsse“ wie Aperol-Spritz & Co. blieben in der geplanten Novelle vorerst außen vor.

Jetzt schenkt die Politik nach. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ), als einziger Landeschef direkt für die Weinwirtschaft zuständig, gießt kein Wasser in den Wein: „Ich unterstütze die Forderung, dass der Spritzer nur mehr aus österreichischem Qualitätswein besteht, zu 100 Prozent. Ein Kultgetränk bestehend aus Rot-Weiß-Rot!“

Auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) hebt hier das Glas: „Ich kann diesem Vorschlag persönlich viel abgewinnen. Für die österreichische Weinbranche wäre das ein positiver Impuls.“ Das von Jurist Johannes Zink erarbeitete Gutachten soll dann klären, „was gesetzlich machbar ist“.