Tanz Linz: Liebespaar bekommt zweite Chance
Freiheit, Entscheidung und Liebe? „Ich mache aus der Geschichte von Jean-Paul Sartre ein Tanzstück“, sagt Lilit Hakobyan. Die Choreographin entwickelte mit dem Ensemble von Tanz Linz „Das Spiel ist aus“, ein erzählerisches Stück, das am Samstag in der BlackBox des Linzer Musiktheaters Premiere haben wird. Die musste man zuvor leerräumen.
Was, wenn der Tod nicht das Ende ist? In „Das Spiel ist aus“ von Jean-Paul Sartre erhält ein Liebespaar eine zweite Chance – doch nur unter einer Bedingung: Sie müssen in einer feindlichen Welt füreinander einstehen.
Diese bewegende Geschichte über Liebe, Freiheit und die Grenzen menschlichen Handelns kommt nun erstmals als Tanzstück auf die Bühne.
Die armenische Choreographin Lilit Hakobyan, die in Berlin lebt und arbeitet, hat für die 16 Tänzerinnen und Tänzer von Tanz Linz eine körperliche und fesselnde Reise durch Fragen des Schicksals und des freien Willens entwickelt. Das Ensemble tritt dieses Mal nicht als Gruppe in Erscheinung, sondern es gibt auch Hauptrollen.
Und: „Die Tänzerinnen und Tänzer bringen sowohl künstlerisch als auch technisch ihre eigenen Perspektiven in die Arbeit ein“, verrät Hakobyan über die Zusammenarbeit mit dem Ensemble.
Die BlackBox ist dieses Mal der Schauplatz: „Wir haben alles rausgeräumt, was möglich war“, sagt Falko Herold, der Bühnenbildner und Videokünstler. Mit den Grenzen des doch deutlich kleineren Raums wird auch gearbeitet: „Diese können auch soziale Grenzen und Zwänge bedeuten“, so die Choreographin.
Die Weltpremiere am Samstag, 13. Juni, im Musiktheater Linz wird in der Theaterszene überregional wahrgenommen werden, denn Hakobyan wurde im Vorjahr beim 39. Internationalen Wettbewerb für Choreografie in Hannover ausgezeichnet.