„Wir verdienen ein wenig mehr Respekt“, platzt Türkei-Teamchef Vincenzo Montella der Kragen und reagierte damit auf die anhaltende Kritik nach der 0:2-Auftaktniederlage seiner Mannschaft bei der WM gegen Australien.
Vor dem Turnier galt die Türkei für viele Experten als Geheimfavorit, nach der Auftaktpleite gegen Australien ist von der Euphorie allerdings nur noch wenig übrig. Medien und Fans gehen mit der Nationalmannschaft hart ins Gericht. Für Teamchef Vincenzo Montella ist die Kritik jedoch überzogen. „Dieses Chaos enttäuscht mich sehr“, sagte der 52-Jährige vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Paraguay. „Diese Mannschaft hat in den letzten drei Jahren großartige Ergebnisse erzielt, und ich finde, wir verdienen ein wenig mehr Respekt nach dem ersten Spiel, auch wenn wir es besser hätten machen können.“
„Ein paar Individuen sorgen für Wirbel“
Montella steht seit seinem Amtsantritt im September 2023 immer wieder in der Kritik. Nun schlug der Italiener zurück: „Wir haben dieses Spiel mit klarem Kopf vorbereitet, obwohl um uns herum so viel Chaos war. Ich beziehe mich nicht auf alle Medien, aber es gibt ein paar Individuen, die für Wirbel sorgen.“
Mit Kritik nach dem verpatzten WM-Start habe er gerechnet, betonte Montella. „Aber nicht in diesem Ausmaß.“
Dabei ist die Ausgangslage für die Türken bereits brenzlig. Sollte die Türkei gegen Paraguay verlieren und die USA gleichzeitig gegen Australien punkten, wäre das Team bereits vorzeitig ausgeschieden.
Montella will davon jedoch nichts wissen und setzt auf Zusammenhalt. „Wir sind vereinter als je zuvor, um es herumzureißen und nach der Niederlage zurückzuschlagen“, stellte der Teamchef klar.
Und weiter: „Ich bin sicher: Wenn wir morgen gewinnen, werden einige Leute wieder sagen, wir werden Weltmeister.“