Politik

Trump will wieder Gespräche mit Iran aufnehmen

Trump will wieder Gespräche mit Iran aufnehmen

Nachdem US-Präsident Donald Trump zuvor einen vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran verkündet hatte, sollen am Wochenanfang neue Gespräche aufgenommen werden. Knackpunkt bleibt dabei die Frage, wie es künftig mit der Straße von Hormuz weitergehen soll.

„Sie wollen natürlich nicht angegriffen werden“, sagte er vor Journalisten an Bord der Air Force One. „Sie kannten das Ausmaß des (geplanten) Angriffs, weil sie sahen, wie er sich zusammenbraute.“ Es sei seinen Worten nach der größte Angriff des US-Militärs „seit dem Zweiten Weltkrieg“ beabsichtigt gewesen.

Iran: Wiederbelebung des ausgesetzten Rahmenabkommens
Auch aus dem Iran wurde über neue Bemühungen berichtet. Iranischen Angaben zufolge haben Vermittler die Gespräche über eine Wiederbelebung eines im Juni mit den USA geschlossenen und derzeit ausgesetzten Rahmenabkommens zur Beendigung des Kriegs am Golf wieder aufgenommen. „Ich kann Ihnen sagen, dass derzeit Bemühungen im Gange sind, das 14-Punkte-Abkommen von Islamabad wiederzubeleben, insbesondere seitens der Vermittler“, sagte der iranische Abgeordnete Hassan Ghashghavi in einem am Sonntag ausgestrahlten Fernsehinterview.

Straße von Hormuz bleibt Knackpunkt
„Sie wissen, dass die Hauptfrage die der Straße von Hormuz ist“ und es finde derzeit „ein Meinungsaustausch“ zu diesem Thema statt, sagte der Abgeordnete, der auch Sprecher des Ausschusses für nationale Sicherheit ist. Gleichzeitig sieht der iranische Präsident Massoud Pezeshkian das Rahmenabkommen mit den USA als künftigen Schwerpunkt der Außenbeziehungen seines Landes. Pezeshkian schrieb auf der Plattform X: „Wir müssen alles daran setzen, den Feind dazu zu zwingen, sich an das zu halten, was er unterzeichnet hat.“

Der Iran und die USA hatten sich Mitte Juni unter Vermittlung Pakistans und Katars auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geeinigt. Das Abkommen sollte binnen 60 Tagen zu einer dauerhaften Friedensregelung führen und sieht bis dahin eine sichere und unentgeltliche Durchfahrt durch die Straße von Hormuz vor. In der Zwischenzeit kam es aber immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.

Voraussetzung für einen weiteren Verzicht auf Angriffe sei ein rasches Abkommen mit Teheran, warnte Trump. Dieses müsse eine „sofortige, vollständige und komplette Öffnung der Straße von Hormuz“ sowie ein „Ende von Irans atomarer Bedrohung“ umfassen. „Macht euch an die Arbeit, alle, und bringt es zu Ende“, forderte der US-Präsident.

Iran bleibt bei Straße von Hormuz hart
Teheran gibt bei der Straße von Hormuz nicht nach: „Solange die USA ihre feindseligen Handlungen fortsetzen, wird die Straße von Hormuz geschlossen bleiben“, schrieb die Agentur Fars unter Berufung auf Kreise rund um das iranische Atomverhandlungsteam.

Der Iran hat die Straße von Hormuz seit Kriegsbeginn weitgehend blockiert und verlangt Genehmigungen und Gebühren für die Durchfahrt. Die USA blockieren im Gegenzug iranische Häfen. Durch die Straße von Hormuz wurden bis zum Beginn des Iran-Kriegs im Februar rund 20 Prozent der weltweit geförderten Menge an Erdöl und Flüssiggas transportiert.

Ölpreise am Montag deutlich gefallen
Die Aussicht auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise am Montag deutlich fallen lassen. Der Preis für die Nordseesorte Brent sank um 4,08 Dollar oder 4,64 Prozent auf 83,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 4,01 Dollar oder 4,74 Prozent auf 80,66 Dollar.

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