Trumps Republikanern droht ein „blaues Wunder“
In der Nacht sind Millionen US-Amerikaner aufgerufen, einen neuen Kongress zu wählen. Während es ziemlich fix scheint, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus gewinnen, gestaltet sich das Rennen um den Senat laut Umfragen enger. Verfolgen Sie sämtliche Entwicklungen im „Krone“-Liveticker.
Alle Entwicklungen im „Krone“-Liveticker:
Was wird gewählt?
In den USA wird bei den Midterms (Zwischenwahlen) der Kongress neu gewählt. Im ganzen Land finden zeitgleich Hunderte Direktwahlen statt. Es werden also Kandidaten gewählt und keine Listen.
Der Kongress besteht aus zwei politischen Kammern: dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Sie sind im Kern vergleichbar mit dem Nationalrat und dem Bundesrat in Österreich. Im Repräsentantenhaus stehen alle 435 Sitze für eine Amtszeit von zwei Jahren zur Wahl. Im Senat wird turnusmäßig rund ein Drittel (35 von 100 Sitzen) neu besetzt. Die Amtszeit beträgt ganze sechs Jahre.
Zusätzlich zu den Kongresssitzen werden bei den diesjährigen Zwischenwahlen auch die Gouverneursposten in 36 US-Bundesstaaten sowie zahlreiche regionale Ämter (Bürgermeister, Sheriffs und Co.) neu vergeben. Die politische Landkarte kann sich somit drastisch verändern.
Die Zwischenwahlen sind der wichtigste Stimmungstest während der Amtszeit eines Präsidenten – obwohl er nicht am Stimmzettel steht. Ein Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus oder gar in beiden Kongresskammern würde den 80-jährigen Trump zur „lame duck“ (lahmen Ente) machen. Die Demokraten könnten seine Vorhaben dann blockieren und womöglich ein drittes Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einleiten.