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„Uhu“ Marterbauer soll an SPÖ-Spitze landen

· Politics

„Der Uhu ist gelandet!“ Mit diesem Geheimcode wird im Finanzministerium kommuniziert, dass Marterbauer gut angekommen ist, diese Woche zum Beispiel beim „Ecofin“ in Straßburg. Der „Uhu“ geht auf ein „Krone“-Interview Ende Jänner zurück, in dem der Hobby-Ornithologe über seinen Lieblingsvogel sprach („Er vereint Stärke und Weisheit in sich ...“)

Nun soll der Uhu bald an der SPÖ-Parteispitze landen. Der an Krebs erkrankte Markus Marterbauer werde das Vizekanzleramt mit Jahresbeginn übernehmen, teilte seine Partei mit, und im Fall einer vollständigen Genesung auch den Parteivorsitz.

Man muss nicht Medizin studiert haben, um zu wissen, dass ein Mensch nach überstandener Krebstherapie zunächst einmal vor allem eines braucht: Erholung. Stattdessen wird dem populärsten Vertreter der Sozialdemokratie ein Megajob zugemutet, um die SPÖ aus ihrem historischen Tief herauszuholen. Den Medienmanager Gerhard Zeiler, der sich als Vorsitzender angeboten hatte, hörte man nicht einmal an. Er wurde einfach ignoriert.

Da kann die SPÖ noch so vehement bekräftigen, wie einig sie sei und wie geordnet dieser Übergang vonstattengehe: Eine Personaldebatte bis hinein ins Frühjahr 2027 ist ein Desaster, das sich schon jetzt in den Umfragen niederschlägt.

Der Partei ist vermutlich nicht mehr zu helfen, aber dem Menschen Marterbauer wünscht man von ganzem Herzen alles Gute! Möge die Aussicht auf diese Herkules-Aufgabe dem Uhu Flügel verleihen.