Umfrage-Schock: SPÖ nur noch bei 12 Prozent
Die SPÖ steckt derzeit tief in der Krise. Nach dem angekündigten Rücktritt von Andreas Babler als Vizekanzler ist die Partei in Umfragen weiter abgestürzt. Wenn am kommenden Sonntag Nationalratswahl wäre, würden gar nur noch zwölf Prozent der Befragten die SPÖ wählen ...
Damit landen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sogar hinter den Grünen, die immerhin 15 Prozent erhalten würden, wie aus einer OGM-Umfrage für das Nachrichtenmagazin „BLICKWECHSEL“ von ServusTV hervorgeht. Die Ergebnisse sind demnach wie folgt:
Wie berichtet, wird Andreas Babler das Amt des Vizekanzlers noch bis Ende des Jahres ausüben. Frauen- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner sowie der Abgeordnete Philip Kucher stehen ihm geschäftsführend zur Seite, um die Übergabe vorzubereiten. 2027 soll Finanzminister Markus Marterbauer übernehmen, sofern es dessen Gesundheitszustand wegen der Krebserkrankung zulässt.
Befragte sehen Rücktritt auf Raten kritisch
Der Umfrage nach sehen die Befragten den Rücktritt auf Raten von Babler kritisch. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) würden einen sofortigen Rücktritt bevorzugen. Ungefähr jede vierte Person (26 Prozent) meint hingegen, dass ein geordneter Übergang bis 2027 gut sei. Für viele Menschen in Österreich sind laut dem Meinungsforschungsinstitut auch Neuwahlen ein Thema. Vier von zehn Befragten sprechen sich dafür aus. Die nächste Nationalratswahl wäre regulär erst in drei Jahren.
Die Sozialdemokratische Partei will am heutigen Donnerstag die Beschlüsse ihrer Sitzung vom Sonntag auch formal durch die Parteigremien bringen. Das Duo Holzleitner/Kucher soll Babler bei Sitzungen von Präsidium und Vorstand zur Seite gestellt werden. Wann bei einem Sonderparteitag die Vorsitzfrage langfristig geklärt wird, steht bisher nicht fest. Der Wunsch der Partei ist, dass Marterbauer nicht nur Vizekanzler wird, sondern auch den Vorsitz übernimmt. Sollte er das nicht tun, könnte es zu mehreren Kandidaturen kommen, was eine Mitgliederbefragung nach sich ziehen würde.
Dass Babler dauerhaft vorhat, Medienminister zu bleiben, hat seit Sonntag für Ärger in Teilen der SPÖ gesorgt. Auch das wird wohl in den heutigen Gremien besprochen.