Mehr als 100.000 Norweger haben am Montagabend das Fußball-Nationalteam in der Hauptstadt Oslo frenetisch gefeiert. Doch einen prominenten Namen suchte man vergeblich ...
Nach den vielen Lobeshymnen während der WM gibt es jetzt in der Heimat mediale Kritik an Erling Haaland.
Bei den Fan-Feierlichkeiten in Oslo am Montagabend vor über 100.000 Fans fehlte Norwegens Superstar nämlich.
Nach Königszeremonie rauschte Superstar ab
Dabei war der 25-Jährige wenige Stunden davor beim Empfang bei König Harald (89) im Schloss noch dabei. Laut dem norwegischen Sender NRK ist Haaland nach der Königszeremonie zusammen mit Teamkollege Sander Berge (28) jedoch plötzlich abgereist. Für sie ging es nach Angaben des Senders in den Sommerurlaub nach Italien.
Norwegische Medien kritisieren nun, dass sich die beiden Stars auch den wartenden Fan-Massen hätten zeigen sollen. Der Urlaub sei auch einige Stunden später möglich gewesen, so der Tenor der Medien.
Trainer Solbakken hatte Verständnis
„Er und Sander hatten Verpflichtungen, die sich nicht verschieben ließen“, erklärte Trainer Stale Solbakken dem Sender TV2. Der Zeitplan geriet ins Wanken, da die Nationalmannschaft erst mit erheblicher Verspätung aus Florida am Osloer Flughafen landete.
Nach dem Empfang im Königshaus rollte die Mannschaft vom Schloss aus in einem offenen Bus Richtung Rathausplatz und präsentietre sich den Fanmassen. Der Wagen kam nur im Schritttempo voran. Zeitweise sollen sich nach Angaben der Tageszeitung „VG“ sogar rund 157.000 Personen im Osloer Zentrum aufgehalten haben.
Ungewöhnlicher Auftritt von Kronprinz Haakon
Doch auch ohne Haaland feierten die Norweger ausgelassen. Zunächst auf dem Schlossplatz. Dort sorgte Kronprinz Haakon (52) für einen ungewöhnlichen Auftritt (siehe Posting unten). Er mischte sich unter die Fans und schlug auf die Trommel, während das Publikum, darunter auch Prinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20), gemeinsam ruderte.
Mit dem Einzug ins Viertelfinale erzielte Norwegen das beste WM-Ergebnis seiner Geschichte. Dort endete die Reise der Mannschaft erst nach Verlängerung gegen England.