Österreichs Fußball-Nationalteam bangt vor dem abschließenden WM-Gruppenspiel am Sonntag (4 Uhr MESZ) in Kansas City gegen Algerien um den Einsatz von Paul Wanner!
Der Mittelfeldspieler hatte am Montag gegen Argentinien (0:2) einen Schlag auf die Wade bekommen. „Wir gehen davon aus, dass es nichts Ernstes ist“, sagte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel. Statt des Trainings unterzog sich Wanner am Donnerstagvormittag (Ortszeit) in Santa Barbara aber einer MRT-Untersuchung.
Wanner war gegen Argentinien erst zum zweiten Mal in seiner jungen ÖFB-Karriere in der Startformation gestanden. Kurz vor seiner Auswechslung in der 68. Minute kassierte der 20-Jährige den Schlag. Am Mittwoch wurde der österreichisch-deutsche Doppelstaatsbürger von PSV Eindhoven laut ÖFB-Angaben behandelt, am Donnerstag entschloss sich das Team sicherheitshalber zu einer MRT-Untersuchung. Die Reise nach Kansas City soll Wanner am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) auf jeden Fall mit dem Team absolvieren.
Spielmacher gesucht
Gegen die Argentinier hatte Wanner als Spielmacher im offensiven Mittelfeld Christoph Baumgartner ersetzt, der sich zwei Wochen vor Turnierstart eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen hatte. „Ich glaube, der Pauli hat ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Er war sehr, sehr aktiv, hat viele Ballaktionen gehabt“, lobte Baumgartner.
Zum WM-Auftakt gegen Jordanien (3:1) hatte zuvor Konrad Laimer auf der für ihn ungewohnten Position hinter der Solospitze begonnen. „Der Konni interpretiert das natürlich ganz anders, in dem Spiel war auch etwas anderes gefordert“, meinte Baumgartner. „Ich will das alles gar nicht so mit mir vergleichen, weil wir ganz unterschiedliche Spielertypen sind, egal wer dann spielt.“
Für die Partie gegen Algerien gebe es bereits Pläne, versicherte Schöttel. „Fakt ist, dass uns mit Christoph Baumgartner ein absoluter Schlüsselspieler (für das Turnier) ausgefallen ist“, sagte der ÖFB-Sportchef. „Aber wir werden auch für dieses Spiel eine Lösung finden.“ Abgesehen von Wanner machten am Donnerstag vor dem Abflug nach Missouri alle Kaderspieler das Training im Teamcamp in Santa Barbara mit.