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Was will der Kanzler mit seiner Panikbotschaft?

· Politics

In der Regierung sitzen schon ein paar besondere Ingenieure des Untergangs. Nehmen wir als Beispiel den Herrn Bundeskanzler.

Der warf auf Instagram folgende Botschaft ins Volk: „Kein einziger Migrant aus Spanien wird nach Österreich gelangen!“

„Recht so! Bravo!“, werden da manche oder sogar viele in spontaner Begeisterung ausgerufen haben.

Einige haben es vielleicht aber auch mit der Angst zu tun bekommen. Schließlich klingt die Nachricht des Kanzlers wie eine Warnung vor heranstürmenden Horden, die jede Minute über den Alpenhauptkamm ins Wiener Becken einzudringen drohen. Und nun soll der wackere Niederösterreicher Christian Stocker ein neuer Prinz Eugen sein, der sich, Land und Leute schützend, in die Schlacht gegen die Fremden wirft?

Im Ernst: Was wollte der Kanzler mit der Panikbotschaft? Zu dem Zeitpunkt, zu dem Stocker seine Nachricht verbreiten ließ, hatten die Spanier die Krise fast schon wieder bewältigt.

 Nun ginge es darum, wie die Europäer daran arbeiten, eine Wiederholung solcher Zwischenfälle zu verhindern. Dass man also den Kräften, die Europa ins Wanken bringen wollen, klarmacht, dass man sich nicht irremachen und nicht erpressen lässt. Nicht von Marokkos König, nicht von Putin, nicht von Trump.

Wenn Kanzler Stocker mit seiner Nummer aber wieder einmal glaubt, damit der FPÖ das Wasser abgraben zu können, liegt die ÖVP in der Frage ein weiteres Mal fatal daneben.