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Weltmeister zittert, Australien und Ghana draußen

Weltmeister zittert, Australien und Ghana draußen

Nur mit Glück ist Titelverteidiger Argentinien bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko einem Elfmeterschießen entkommen. Eine nachlässige Albiceleste überwand Debütant Kap Verde in der Nacht auf Samstag in der Verlängerung mit 3:2 (1:1, 1:1) und erspielte sich auch dank des 20. WM-Tores von Lionel Messi ein Achtelfinale gegen Ägypten. Die „Pharaonen“ besiegten Australien im Elferschießen 4:2 (1:1, 1:1, 1:0). Kolumbien kam mit einem 1:0 (1:0) über Ghana weiter.

Argentinien ging in Miami mit einer zweimaligen Führung viel zu großzügig um und behielt erst durch ein spätes Eigentor von Diney Borges (111.) die Oberhand. Superstar Messi (29.) brachte sein Team plangemäß in Führung, die Deroy Duarte (59.) ausglich. Selbst das 2:1 zu Beginn der Verlängerung dank Lisandro Martinez (92.) konterte der WM-Debütant durch Sidny Lopes Cabral (103.).

  Dann aber kam vor 64.478 Zuschauern der Köpfler von Cristian Romero, der von Dineys Hand ins Tor sprang. Der beherzt verteidigende Außenseiter hätte im Finish aber fast noch ein drittes Mal zugeschlagen. Der 39-jährige Messi markierte seinen siebenten Treffer bei dieser Endrunde und baute seine gesamte WM-Ausbeute auf 20 Tore aus. So wie beim aktuellen Turnier liegt der Rekordhalter zwei vor Frankreichs Kylian Mbappe.

Salahs Ägypter historisch
Am Dienstag (18 Uhr MESZ) wartet in Atlanta Ägypten, das weiter Geschichte schreiben kann. Nach dem erstmaligen Aufstieg aus der Gruppenphase meisterten die Nordafrikaner gegen Australien in Dallas auch ihre erste K.o.-Hürde. Nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung setzten sich die Afrikaner in Dallas gegen Australien im Elfmeterschießen mit 4:2 durch. Dort vergaben aufseiten Australiens Kapitän Harry Souttar (drüber) und Lucas Herrington (Latte).

Die Ägypter, darunter Stürmerstar Mohamed Salah in Panenka-Manier, verwerteten vor 70.244 Zuschauern hingegen souverän. Für die „Socceroos“ sollte sich ein Tormannwechsel vom zuvor starken Patrick Beach zu Mathew Ryan in der 119. Minute nicht auszahlen. In der Partie brachte Emam Ashour (13.) den Aufsteiger in Führung, ein Eigentor von Mohamed Hany (55.) führte zum Ausgleich.

„Cafeteros“ ungefährdet
Als letztes Team erreichte Geheimfavorit Kolumbien das Achtelfinale. Den „Cafeteros“ reichte in Kansas City vor 69.045 Fans gegen ein enttäuschendes Ghana ein Treffer von Jhon Arias (14.), nun wartet am Dienstag (22 Uhr MESZ) in Vancouver die Schweiz. Der insgesamt zweite kolumbianische K.o.-Sieg bei einer WM-Endrunde – zuvor war ihnen das bei der Endrunde 2014 gelungen – war nie gefährdet. Nach dem Ausscheiden von Ghana befinden sich mit Marokko und Ägypten nur noch zwei afrikanische Mannschaften im Turnier.

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