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Wichtige Dnipro-Brücke in Kiew schwer beschädigt

· War chronicles

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko eine wichtige Dnipro-Brücke beschädigt worden. Der Zugverkehr über die Brücke sei eingestellt worden.

Der Angriff habe die Südbrücke über den Fluss getroffen, teilt Klitschko auf Telegram mit. Auch die Metro-Infrastruktur auf der Brücke wurde demnach beschädigt.

Einem Reuters-Augenzeugen zufolge waren in Kiew am Dienstagmorgen mehrere Explosionen zu hören. 

Waffenruhe in besetzter Stadt Oleschky in Kraft getreten
Während in Kiew und anderen Teilen der Ukraine die Angriffe weitergehen, begann in der Nacht auf Dienstag eine lokal begrenzte Waffenruhe für die russisch besetzte Stadt Oleschky. Russland und die Ukraine bestätigten den Start der Feuerpause, die humanitäre Maßnahmen für die Stadt nahe der Front ermöglichen soll. 

  Das russische Verteidigungsministerium erklärte auf Telegram, der Beschuss in Richtung der ukrainischen Stadt Cherson, die gegenüber von Oleschky auf der anderen Seite des Flusses Dnipro liegt, sei ab 4 Uhr Moskauer Zeit eingestellt worden. Der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Dmytro Lubinez, bestätigte auf Facebook den Beginn der Waffenruhe. „Als Leiter des ukrainischen Verhandlungsteams erkläre ich, dass die ukrainische Seite ihren Verpflichtungen nachkommt“, schrieb er.

Versorgung der Bevölkerung und Evakuierung von Zivilisten
Das Weiße Haus hatte die von US-First-Lady Melania Trump vermittelte Waffenruhe für Oleschky zuvor angekündigt. Die Feuerpause soll angesichts gravierender Engpässe bei Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten die Versorgung der Bevölkerung, Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen.

Seit 2022 besetzt
Oleschky liegt am Ufer des Dnjepr in der Region Cherson und ist seit 2022 von Russland besetzt. Von den ursprünglich rund 24.000 Einwohnern sollen sich noch 1700 bis 2000 in der durch die Kämpfe schwer beschädigten Stadt aufhalten. Frühere Bewohner der Stadt hatten der Nachrichtenagentur AFP Anfang des Jahres berichtet, dass die in der Stadt verbliebenen Menschen hungerten, es ihnen an Medikamenten fehle und sie die Stadt nicht ohne weiteres verlassen könnten.

Kreml betont: „Angriffe werden fortgesetzt“
Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte am Montag erklärt, Russland werde seine Angriffe trotz der für November in Aussicht gestellten Dreiergespräche mit der Ukraine und den USA fortsetzen. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen bedeute „keine Einschränkungen für die Kampfhandlungen“. Moskau schloss allerdings weitere örtlich begrenzte Waffenruhen aus humanitären Gründen nicht aus.