WM-Wahnsinn: Algerier war sein Tor fast unangenehm
Es waren 5:34 Minuten, 109 (!) algerische Pässe, ohne dass ein Österreicher das Spielgerät berührt hatte, ehe der Ball zu Riyad Mahrez kam: „Ehrlich gesagt, war es etwas unangenehm. Aber wenn der Ball tief gespielt wird, muss ich den Lauf machen. Ich muss den Fußball respektieren und versuchen, ein Tor zu schießen“, entschuldigte sich der Superstar fast für sein 3:2 in Minute 93.
Die „Krone“ berichtet aus Kansas City
Selbst die Afrikaner wussten nach dem vermeintlichen Siegestor nicht so recht, wie sie - nach dem nicht abgesprochenen Nichtangriffspakt – darauf reagieren sollten: Einige Spieler diskutierten mit vorgehaltener Hand, schienen fast geschockt zu sein, ehe Sasa Kalajdzic ausglich. „Wir haben uns beide qualifiziert, das ist das Wichtigste an diesem Tag“, war Mahrez erleichtert. Ähnlich klang Algeriens Teamchef Vladimir Petkovic: „Wir sind glücklich, dass am Ende der Fußball gewonnen hat.“
Albtraum für den Iran
Auf Kosten der Iraner, die im Mannschaftshotel in Tijuana zunächst ihr Glück nicht fassen konnten, letztlich durch das 3:3 aber doch noch als nur mehr neuntbester Gruppendritter aus der WM gekegelt wurden. Während Algerien nun im Sechzehntelfinale am Samstag in Vancouver auf die Schweiz trifft.
Nach Feier wartet Spanien
Österreich hat zwei Tage weniger Zeit, um den Wahnsinn zu verarbeiten. Beim Rückflug nach Santa Barbara durfte gefeiert werden, dann begann die Vorbereitung auf Spanien.