Politik

Blender und Ungeeignete auch wieder davonjagen

Blender und Ungeeignete auch wieder davonjagen

Es ist ein gewisses Aufatmen, das von den USA ausgehend um die Welt, auch durch die kleine österreichische, ging. Mit Trumps krachender Niederlage bei den Midterm-Wahlen, wo er mit seinen Republikanern Repräsentantenhaus und Senat mehr als klar an die oppositionellen Demokraten verlor – wird in der Welt nun alles gut? Natürlich nicht! Aber was schon Hoffnung macht: Autokratische, extreme Brachialpolitik à la Trump kann zwar zum Erfolg führen.

Man kann mit Schmähungen und Lügen, mit Großmäuligkeit und grenzenlosem Selbstlob zwar an die Macht kommen, man kann sie aber auch wieder gnadenlos verlieren – vor allem, wenn die Zügellosigkeit weit über das Verbale hinausreicht und in übelste Korruption mündet.

Absturz – den haben vor Trump auch schon der korrupte brasilianische Ex-Präsident Bolsonaro und dessen bei den Wahlen kürzlich gescheiterter Sohn erlebt. Trumps europäischer Freund Orbán wurde von den Ungarn im April mit nassen Fetzen davongejagt, in Serbien gerade erst Aleksandar Vučić. Überheblichkeit, Schamlosigkeit und schlechte Politik – das wird in westlichen Demokratien irgendwann ja doch bestraft.

Es kann, wie in den ex-kommunistischen Ländern Ungarn oder Serbien länger dauern, in den USA wurde Trump nun schon nach zwei Jahren zur lahmen Ente kastriert. Die Hoffnung, die von diesem US-Wahl-Ergebnis ausgeht: Bei allen Schwächen bleibt die Demokratie als Staatsform unschlagbar. Sie macht es zwar möglich, Blender und sonstig Ungeeignete zu wählen. Aber sie macht es den Wählerinnen und Wählern auch möglich, diese wieder davonzujagen.

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