Kultur

Rian: „Vielleicht ist es ein wenig leichtsinnig“

Rian: „Vielleicht ist es ein wenig leichtsinnig“

Bei Red Bull Jukebox am 8. Dezember im Wiener Gasometer überlässt der dreifache Amadeus-Preisträger RIAN seinen Fans das Kommando. Im „Krone“-Gespräch verrät der erfolgreiche Austropop-Star, warum ihn der Kontrollverlust reizt, wie er sich auf den unberechenbaren Abend vorbereitet und wovor er sich am meisten fürchtet.

Das ist doch kein Wunschkonzert! Von wegen, diesmal schon. Denn am 8. Dezember spielt RIAN bei Red Bull Jukebox im Wiener Gasometer eine ganz besondere Show, bei der seine Fans bestimmen, was auf der Bühne passiert. „Es ist ein Konzert, bei dem nicht nur im Vorfeld, sondern vor allem auch während des Auftritts Dinge vom Publikum entschieden werden. So wird der Moment gemeinsam kreiert“, erzählt der Sänger der „Krone“.

Dabei darf das Publikum unter anderem über die Sprache, das Musikgenre, sein Outfit und sogar die Tanzperformance abstimmen. Eine fixe Setlist oder einen bis ins letzte Detail geplanten Ablauf gibt es an diesem Abend nicht. Dafür soll es Gäste und Überraschungen geben, „mit denen man vielleicht überhaupt nicht rechnet“, verrät der Austropop-Star.

Leichtsinnig, aber cool
Als ihm das ungewöhnliche Konzept vorgeschlagen wurde, war sein erster Gedanke jedenfalls eindeutig: „Geil! Ich liebe es, zu improvisieren.“ Dass er dabei einen großen Teil der Kontrolle aus der Hand gibt, stört ihn nicht. Ganz im Gegenteil: „Vielleicht ist es ein bisschen leichtsinnig. Aber in diesem Fall ist das sehr cool.“

Doch wie bereitet man sich auf einen Abend vor, an dem beinahe alles offen ist? „Man muss auf alles gefasst sein“, erklärt der Musiker. Seine größte Sorge gilt dem Outfit: „Ich hoffe, dass ich nichts anziehen muss, das zu eng ist. Dann kann ich mich nämlich nicht gut bewegen“, sagt er lachend. Kleine Pannen würden ihm dagegen weniger ausmachen. „Wenn Fehler passieren, merkt man, dass es echt ist. Wenn am Ende alle glücklich sind und das Publikum laut jubelt, bin ich zufrieden.“

Mit den Verwandten viral gegangen
Dass Rian mit spontanen Momenten umgehen kann, hat er in den vergangenen Jahren oft genug bewiesen. Mit seinem Hit „Verwandtschaftstreffen“ traf er einen Nerv und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der erfolgreichsten heimischen Pop-Acts. Den ersten Hinweis darauf, dass der Song ein Eigenleben entwickeln könnte, lieferten die sozialen Medien. „Er ist dort ein bisschen viral gegangen. Da haben wir schon gemerkt: Okay, da tut sich etwas. Danach ging es auch im Radio los.“

Es folgten drei Amadeus Awards, Gold und Platin, Millionen Streams sowie ausverkaufte Konzerte. Vom rasanten Erfolg überrollen ließ sich der gebürtige Kärtner dennoch nicht. „Ich mache schon relativ lange Musik. Dadurch bekommt man nicht nur ein Gefühl dafür, wie das Ganze funktioniert, sondern entwickelt auch eine etwas dickere Haut“, erzählt er. Außerdem könne er sich auf ein „wahnsinnig tolles Umfeld“ verlassen.

Von Druck und größter Bühnenshow
Auch Pizzera & Jaus spielten 2021 bereits die erste Red Bull Jukebox. Tipps hat sich Rian bei seinen Kollegen bislang aber nicht geholt: „Vielleicht rufe ich den Pauli noch an. Zehn Minuten sollten reichen.“ 
Aus der Ruhe bringen lässt sich der Sänger ohnehin nur ungern. „Ich versuche, mir so wenig Druck wie möglich zu machen, weil ich diese Freiheit brauche, um kreativ zu sein.“

Und abseits der Bühne? Da machen ihn vor allem gutes Essen, Reisen und Sport glücklich. Besonders freut er sich nun auf seine Rückkehr in den Wiener Gasometer, mit dem er viele Erinnerungen verbindet: „Dieser Ort hat für mich einen sehr emotionalen Wert. Ich war dort schon vor zehn Jahren bei Konzerten und habe später meine bisher größte Bühnenshow gespielt.“

Wer am 8. Dezember mitbestimmen möchte, was Rian auf der Bühne macht, sollte schnell sein und sich und sich Tickets bei www.oeticket.com holen. 

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