Politik

Dann bekommt der Kanzler zu Recht etwas zu hören

Dann bekommt der Kanzler zu Recht etwas zu hören

Dutzende Leserbriefe, Tausende Online-Postings: Der „Krone“-Bericht unter der Schlagzeile „Trotz Sparkurs mehr Geld für die Parteien“ und dazu der Kommentar „Kickl-Hilfe“ schlugen am Montag so richtig ein.

Das ganze Land muss sparen, bei Pensionisten wie Familien, in so gut wie allen Bereichen muss der Staat kürzen, aber für die Parteien „darf’s ein bisserl mehr sein“: Das geht auch den leidensfähigen Österreichern wirklich zu weit.

Sonntag am späten Abend hatten in der ORF-Diskussionssendung „Im Gespräch“ die beiden Budgetsprecher von ÖVP und SPÖ auf die Frage, ob im diese Woche abgeschlossenen Budget für 2027 und 2028 auch bei den Parteien gespart werde, fürchterlich herumgestottert. Ein wahrlich peinlicher Auftritt der Herren Kai Jan Krainer (SPÖ) und Andreas Ottenschläger (ÖVP).

Aber wie soll man auch die unerhörte Peinlichkeit schönreden, dass sich die ohnehin höchstgeförderten Parteien trotz strengem Sparkurs an allen Ecken und Enden künftig noch ein bisserl mehr gönnen?

Da bekommt selbstverständlich auch Bundeskanzler Christian Stocker sein Fett ordentlich ab.

Der ÖVP-Chef hat ja angekündigt, ab Juli auf Sommertour durch alle Bundesländer zu gehen. Er freue sich auf „ehrliche und direkte Gespräche“, hat er dazu vorab verkündet.

Na, wenn diese Gespräche – allerdings mit ausgewähltem Publikum – tatsächlich „ehrlich und direkt“ sein werden, dann wird der Kanzler etwas zu hören bekommen. Zu Recht.

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