Kultur

Das Scheitern eines „Möchtegern-Genies“

Das Scheitern eines „Möchtegern-Genies“

Milo Rau, Intendant der Wiener Festwochen, versuchte sich an der Deutschen Oper Berlin mit Wagners „Der fliegende Holländer“ als Opernregisseur – und erlitt krachend Schiffbruch. Wir bringen einige Pressestimmen.

Es wird Zeit, „mit dem Regietheater der minderbegabten Möchtegerngenies endlich Schluss zu machen“. So resümiert „Die Welt“ zu Milo Raus Inszenierung von Wagners „Der fliegende Holländer“ an der Deutschen Oper Berlin. Auch in Wien versuchte sich Rau bei den von ihm geleiteten Festwochen bereits an Mozarts „Titus“.

Berlin versprach er jetzt ein „Roadmovie durch die deutsche Kultur und Geschichte nach 1945 bis hinauf zu den deutsch-israelischen Beziehungen von heute“. Dazu stellte er fest: „Nicht nur war Wagner Antisemit, sein Stück ist auch noch sexistisch und rassistisch. Es gibt gute Gründe zu sagen: Nice, aber das müssen wir jetzt nicht mehr aufführen. Aber man gibt den Holländer eben trotzdem.“ Worauf die FAZ fragt, ob ihn jemand zu dieser Inszenierung gezwungen hätte?

Bei Rau sind der Holländer und seine Seeleute „umgetrieben von der Urschuld des Holocaust“, Senta ein „sich als Heilsbringerin verstehendes jüdisches Mädchen“ und Erik der diese Konstellation störende Palästinenser (FAZ).

Für den „Tagespiegel“ hat das alles „überhaupt nichts mit der Oper zu tun“. Und die „Berliner Tageszeitung“ meint: „Rau macht sich Gedanken, kann aber nicht inszenieren, und die Musik ist ihm egal.“

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