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„Der SPÖ ist jede sachliche Munition ausgegangen!“

· Politics

Er legte Zahlen offen – und damit den Finger in die Wunde: Nach dem emotionalen Polit-Sturm gegen ihn spricht Burgenlands Rechnungshofdirektor René Wenk (50) im „Krone“-Interview erstmals über die Vorwürfe von SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, die Attacken der Partei, das Milliardendefizit des Landes. Und warum er überzeugt ist, dass unabhängige Kontrolle gerade dann wichtig ist, wenn sie unbequem wird.

„Krone“: Herr Wenk, Sie wurden vor vier Jahren einstimmig vom burgenländischen Landtag bis 2032 zum Landesrechnungshofdirektor gewählt und werden bis dahin vom Land bezahlt. Lange Zeit war es ruhig um Sie. Nun haben Sie mit Ihren warnenden Aussagen zur Verschuldung des Burgenlandes eine heiße Debatte ausgelöst. Während ÖVP und FPÖ in Ihnen einen „unabhängigen Kontrolleur“ sehen, der „unbequeme Wahrheiten ausspricht“, wirft Ihnen die SPÖ vor, dass Sie sich wie ein „politischer Akteur“ verhalten, und behauptet, dass Sie sich „für höhere politische Aufgaben in Stellung bringen“ wollen. Was sagen Sie dazu?
René Wenk: Mein verfassungsmäßiger Auftrag ist es, das Land und seine Verwendung von Steuergeldern zu prüfen, um die finanzielle Situation im Auge zu behalten. Mit gewissem Stolz auf mein Team kann ich sagen, dass wir das in einer sehr professionellen Weise tun. Mit unseren Berichten stellen wir Zahlen, Daten und Fakten dar, die nicht lügen, und die das Land übrigens selbst zur Verfügung stellt. Damit schaffen wir die nötige Transparenz für den Wähler. Anscheinend tun sich aber manche politischen Entscheidungsträger sehr schwer damit, das zu verarbeiten und kommunizieren auf einer sehr emotionalen und unsachlichen Ebene, die mir fern liegt.