Das Grazer Fußballderby zwischen Sturm und GAK (6:1) lieferte abseits der schweren Verletzung von Sturm-Tormann Khudyakov leider auch einen weiteren Nebenschauplatz. Wie ein der „Krone“ zugespieltes Video zeigt (siehe oben), kam es zu heftigen Schlägereien unweit des Stadions.
Das Aggressionspotenzial rund um das Derby hatte seinen ersten Höhepunkt erreicht, als sich der Fan-Marsch des GAK dem Stadion – und damit der Polizeiabsperrung und den Sturm-Fans näherte. Wie auf Videos zu sehen, flogen Leuchtraketen seitens der GAK-Fans in Richtung der Sturm-Anhänger.
Verstärkung für GAK?
Damit aber noch nicht genug. Beim Businesscenter in Liebenau auf der Ostseite unweit des Autobahnzubringers kam es zu heftigen Schlägereien von Hooligans (siehe Video ganz oben). Unbekannte sind zu sehen, wie sie auf eine Person einschlagen. Rund um das bekannte Burgerlokal „Heinz“ soll es zu massiven Sachbeschädigungen gekommen sein. Dem Vernehmen nach seien hier vor allem auch Hooligans aus dem Ausland, die von GAK-Fans quasi als „Unterstützung“ angefordert worden sein sollen, involviert. Zwei Polizisten sollen beim Fanmarsch des GAK durch Böller schwer verletzt worden sein, die Polizei ist derzeit mit der Ermittlung beschäftigt.
Sogar Drei-Stufen-Plan aktiviert
Im Stadion kam es während des gesamten Spiels abseits von Pyrotechnik-Einsatz auf beiden Fan-Seiten vor allem zu massiven Böllerwürfen aus der GAK-Fankurve, die Unterbrechungen und Gefahr in Verzug brachten. Einzelne Stadionbesucher in näherer Umgebung sollen das Stadion deswegen während der Partie verlassen haben. Es ging sogar so weit, dass aufgrund der Böllerwürfe erstmals der Drei-Stufen-Plan der Bundesliga wegen nicht ordnungsgemäßem Verhalten der Fans in Liebenau aktiviert werden musste. Bei mehrmaligem Fehlverhalten wird ein Spiel gemäß dem Plan erst unter- und in weiterer Folge abgebrochen.