Politik

Ein Zauberspruch für die Bundesregierung

Ein Zauberspruch für die Bundesregierung

Christian Stockers PR-Berater sind Meister der verunglückten Sprüche. Nach dem beklemmend geistlosen ÖVP-Motto „Zwei-Eins-Null“ als Zielvorgabe der Kanzlerpartei für Inflation, Wirtschaftswachstum und Toleranz verpasste sich die Regierung mit „Herbst der Ergebnisse“ die schärfste Werbelinie, seit der Baumarktriese Hornbach mit „Es ist in Dir. Lass es raus!“ die Branche aufmischte.

 Wer bereits geahnt hatte, was von dem Versprechen mit dem „Herbst der Ergebnisse“ zu halten ist, wurde vom jüngsten Regierungstreffen in seinen Erwartungen bestätigt. Der Spruch klingt wie ein Witz.

Die Koalition hat es längst geschafft, dass sie niemanden mehr enttäuschen kann. Der nicht sehr ambitionierten, aber braven Regierungsarbeit lässt sich mit etwas gutem Willen auch Positives abgewinnen: Wer wenig will, macht auch nicht viel kaputt.

Da könnten die Kräfte, die am Horizont daherwanken, ganz anders drauf sein.

 Die Zustände des heimischen Politbetriebs sehen der Lage in Deutschland verblüffend ähnlich. So wie sich bei den Nachbarn CDU/CSU und SPD von Tag zu Tag hanteln, stolpern bei uns ÖVP/Neos und SPÖ mehr oder weniger ziellos durch die Landschaft. Irgendwann muss dem Führungspersonal jegliche Autorität und die Fähigkeit zu begeistern abhandengekommen sein. Aber vielleicht war nie mehr da?

Sollte doch mehr in der Regierung stecken, könnte ein Zauberspruch à la Hornbach helfen: „Es ist in Euch. Lasst es raus!“

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