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„Er brannte einfach. Ich selbst stand in Flammen“

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Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und elf weitere verletzt worden.

Rettungskräfte verbrachten die ganze Nacht damit, Menschen zu befreien, die unter Trümmern gefangen waren. Bei einem Raketenangriff sei ein viergeschossiges Wohnhaus getroffen worden, teilten die ukrainischen Behörden mit.

„Ich lag dort und benutzte gerade mein Tablet. Meine Frau badete unser Kind im Badezimmer. Ich brachte ihnen eine Lampe — und dann passierte es. Wir graben gerade meine Schwiegermutter aus“, schildert ein Bewohner des zerstörten Gebäudes dem Nachrichtenportal „Nexta“ die schrecklichen Ereignisse des Vorabends.

Seine Nachbarin, eine ältere Frau, erlitt Verbrennungen, während sie verzweifelt versuchte, ihren bettlägerigen Mann zu retten: „Ich konnte nicht zu ihm gelangen. Ich habe versucht, die Flammen so gut ich konnte zu löschen. Er brannte einfach. Ich selbst stand in Flammen.“

Attacken in Kiew und Lwiw
Immer wieder ist Charkiw Ziel massiver russischer Luftangriffe. Auch in der Hauptstadt Kiew meldete Bürgermeister Vitali Klitschko Schäden an einem Wohnhaus nach einem russischen Drohnenangriff. Im Westen der Ukraine brannten im Gebiet Lwiw (früher Lemberg) drei Wohnhäuser. Informationen zu Verletzten gab es demnach zunächst nicht. Die ukrainische Luftverteidigung meldete in der Früh, dass von 108 russischen Drohnenangriffen 88 abgewehrt worden seien.