Politik

Es droht Konkurrenz-Kampf um Elementarpädagogen

Es droht Konkurrenz-Kampf um Elementarpädagogen

Eine Notverordnung soll den nach wie vor bestehenden Personalmangel in Salzburgs Kindergärten bekämpfen. Der Konkurrenz-Kampf zwischen Gemeinden um das Personal droht, größer zu werden. Für mehr Personaleinsatz fehlt der zuständigen Landesvize Marlene Svazek das Geld.

Der Personalmangel in Kindergärten ist nach wie vor spürbar. Die Stadt Salzburg nimmt deshalb die Zügel in die Hand und startet eine eigene Personalbeschaffungsstrategie. Im Zuge dessen wurde eine eigene Stelle geschaffen, die für die rund 80 Stellen pro Jahr Elementarpädagogen, Helfer oder Zusatzkräfte organisieren soll. Die „Krone“ hat bereits berichtet.

Solche Zusatzkräfte sind jene, die etwa Mittelschullehrer sind, aber in Kindergärten Gruppen führen dürfen. Im Zuge der ärgsten Personalkrise rund um die Corona-Zeit hat das Land eine solche Notverordnung erlassen – diese wird nun um weitere drei Jahre verlängert, wie Marlene Svazek, FPÖ-Landesvize und zuständig für die Kindergärten, bestätigt: „Wir haben uns mit Städte- und Gemeindebund beraten und uns dazu entschieden. Die Personalnot ist zwar nicht mehr so groß, aber den Gemeinden hilft es.“

Für Bettina Brandauer, SPÖ-Landtag, geht der Schritt nicht weit genug: „Die Arbeitsbedingungen sind für viele junge Pädagoginnen einfach nicht gut, da muss man ansetzen.“ Sie fordert Sozialarbeiter zur Unterstützung der Pädagogen, modernere Infrastruktur und eine dislozierte Saalfeldener Klasse der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik in Bischofshofen.

Konkurrenzkampf der Kommunen
Die Sozialdemokraten befürchten: „Wenn wir Gemeinden oder Städte haben, die in die Attraktivität des Arbeitsplatzes investieren, wo es moderne Kindergärten gibt, finden die Orte, die nicht so finanzkräftig sind. viel schwieriger Personal.“ Es könne quasi zu einer enormen Konkurrenz der Kommunen kommen und zu einer Zweiklassen-Ausbildung der 1 bis 6-Jährigen.

Svazek entgegnet dem: „Wir stehen im Bundesvergleich sehr gut da im Kindergartenbereich. Es gibt mobile Teams, die flexibel in den Einrichtungen helfen – für mehr Personal fehlt uns derzeit aber schlicht das Geld. Für weitere Vorschläge, wie eine Klasse in Saalfelden, bin ich offen, das liegt aber in Bundeskompetenz.“ 

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