Politik

Es trifft sich gut, dass Österreich kein Geld hat

Es trifft sich gut, dass Österreich kein Geld hat

Kein Geld zu haben, kann in seltenen Fällen auch ein Vorteil sein. Ein derartiger Fall ist die Sache mit den von der Einkaufsliste gecancelten Eurofightern.

Die streicht der Finanzminister nicht aus Jux und Tollerei. Markus Marterbauer fehlen für Flugzeuge und anderes militärisches Spielzeug die Mittel. Und es wäre auch abartig, würde man in einem der härtesten Sparbudgets seit Langem bei Bildung und Gesundheit kürzen, aber für das Bundesheer einfach so ein paar Milliarden lockermachen.

Da geht auch der aufgeregten Angstmache vor Putin und dem Sicherheitsgerede diverser Freizeitgeneräle, Kriegspropagandisten und den üblichen Rüstungslobbyisten wohl kaum noch wer auf den Leim.

Von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bis zum Feldherrenhügel in der Raiffeisenzentrale werden jetzt wieder einige aufjaulen. Aber das hat mit der Definition von militärischer Logik des altösterreichischen Satirikers Roda Roda zu tun: „Wenn etwas keinen Sinn ergibt, befehle man es mit doppelter Lautstärke.“

Dass das Bundesheer mit der Politik schon seit Jahren kein Glück hat, sieht man allein an der völlig verkorksten Debatte um den längeren Wehrdienst. Da redete Kanzler Stocker von einer Volksbefragung, die irgendwo verblubbert sein muss. Anderen ging es ohnehin nur um einen ausgedehnteren Zivildienst, weil ohne den billigen Hilfskräften die Systeme im Land zusammenbrechen könnten.

In dem Chaos trifft es sich also gut, dass für neue Eurofighter kein Geld da ist.

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