EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe
Die EU begrenzt die Importe chinesischer Hybridautos auf 350.000 Stück pro Jahr. Das teilte ein EU-Beamter am Montag in Brüssel mit. „Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken“, sagte er weiter.
EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič hatte sich in der vergangenen Woche in Peking mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao auf eine Begrenzung geeinigt. Die Europäische Union befürchtet, dass chinesische Autos europäische Hersteller vom Markt verdrängen könnten, weil sie billiger sind. Vor zwei Jahren wurden deshalb bereits Sonderzölle auf Elektroautos aus China verhängt. Seitdem verkauft das Land aber deutlich mehr Plugin-Hybride nach Europa. Laut Schätzungen könnte die Zahl in diesem Jahr auf rund 800.000 steigen.
Der Anteil chinesischer Produktion an den gesamten Autoverkäufen in der EU stieg im Vorjahr auf sieben Prozent. Zusammengenommen kamen die Produktionsländer innerhalb der EU aber noch auf 73 Prozent. Laut einer Studie des europäischen Verkehrsverbands T&E haben die Zölle auf chinesische Elektroautos auch zumindest ein Ziel errreicht: Demnach produzieren westliche Hersteller ihre Autos wieder verstärkt in Europa. Allerdings konnte die Einfuhr damit kaum eingedämmt werden.
Künftig sollen die europäischen Zollbehörden keine Hybridautos aus Chinas mehr genehmigen, sobald die jährliche Obergrenze erreicht ist. Diese soll im ersten Jahr bei 350.000 Autos liegen und anschließend jedes Jahr um sechs Prozent steigen. Nach vier Jahren wird die Begrenzung planmäßig auslaufen. Damit hält sich die EU laut dem Beamten an die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO).