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EU-Parlament: Grünes Licht für Bleimunitionsverbot

EU-Parlament: Grünes Licht für Bleimunitionsverbot

Jäger in der EU sollen künftig keine bleihaltige Schrotmunition mehr verwenden dürfen. Das Europaparlament hat in Straßburg den Weg für entsprechende Pläne der EU-Kommission freigemacht.

Die Kommission kann die Regelung nun formell beschließen. Sie tritt dann 20 Tage nach der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft. Die wichtigsten Pflichten gelten nach Angaben eines Parlamentssprechers aber erst sieben Jahre später.

Die neuen Vorgaben sehen ein Verkaufs- bzw. Verwendungsverbot von Schrotmunition mit einem Bleianteil von einem Gewichtsprozent oder mehr für die Jagd und für das Sportschießen im Freien vor – mit wenigen Ausnahmen. Jäger dürfen Bleischrot außerdem nicht mehr bei sich haben, wenn sie jagen oder auf dem Weg zur Jagd sind.

„Blei ist ein hochgiftiges Schwermetall, das sich in der Umwelt anreichert und dort über lange Zeit bleibt“, sagte Manuela Ripa, Abgeordnete der Ökologisch-Demokratischen Partei, die zur EVP-Fraktion gehört, am Donnerstag. Ripa beruft sich unter anderem auf die Europäische Chemikalienagentur ECHA, der zufolge jedes Jahr 135 Millionen Vögel Gefahr laufen, sich mit herumliegendem Bleischrot zu vergiften. „Auch für Menschen kann Blei aus Schrot sehr gefährlich sein, etwa, wenn sie Wildfleisch von mit Bleimunition erlegten Tieren verzehren“, betonte die Abgeordnete.

Sicherheits- und Verteidigungsbranche nicht betroffen
Ripa verwies auf Alternativen wie Stahlschrot. Die Bereiche Militär, Sicherheit und Verteidigung seien von den neuen Regeln nicht betroffen. Auch für das Sportschießen gebe es Ausnahmeregeln. Jagdverbände hatten ein generelles Verbot in der Vergangenheit kritisiert. Sie verwiesen unter anderem auf hohe Kosten für den Umbau von Schießständen und auf ältere Waffen, für die bleifreie Munition nicht geeignet sei.

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