Ein Meinungsforschungsinstitut in den USA hat zugegeben, Umfragen zu den Zwischenwahlen gefälscht zu haben. Deren Daten waren zuvor von renommierten Medien verbreitet worden. Das sorgte für Empörung in den USA.
Der Schwindel von Wedgewood Polls war aufgeflogen, nachdem der US-Dienst FiftyPlusOne die Umfrageergebnisse kritisch hinterfragt und zu seinen Daten befragt hatte. Daraufhin räumte Wedgewood Polls ein, „den größten Teil“ der Daten erfunden zu haben.
Die Begründung lieferte das „Institut“ auf der Plattform X: Man habe wie einfach es für ein „völlig erfundenes Meinungsforschungsinstitut“ sein könne, „an Zugkraft zu gewinnen“ und „ernst genommen zu werden“. Das Posting wurde allerdings mittlerweile gelöscht. Es sollte sich herausstellen, dass dieses Vorhaben geglückt war. Sogar die renommierte „New York Times“ hatte die gefälschten Ergebnisse in einer Datenbank verwendet – diese Fake-Daten wurden nun entfernt.
Bereits der zweite Skandal zu gefälschten Umfragen
Bereits im August hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben: Eine weitere Scheinorganisation namens Median Strategies gab zu, Umfrageergebnisse gefälscht zu haben, wie die Agentur AFP berichtete. Man erklärte, man habe „ein kurzfristiges soziales Experiment“ durchgeführt.
Die Entrüstung in den USA ließ nach dem Aufdecken des Skandals groß. Die Demokratin Mallory McMorrow erklärte, eine von Wedgewood Polls veröffentlichte Umfrage habe ihr massiv geschadet. Darin wurde behauptet, dass die Politikerin nur auf einen einstelligen Prozentwert käme – danach habe sie keine Spenden mehr erhalten. Freiwillige Helfer seien zudem „am Boden zerstört“ gewesen. Zudem sei sie mit der „mit Aufforderungen zum Rückzug“ konfrontiert gewesen.