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Fans, Stadien & Co.: Bundesliga hat Nachholbedarf

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Knapp über 6,8 Millionen gescannte Tickets und eine durchschnittliche Auslastung von 99,7 Prozent – 65.490 Fans pro Spiel! Dennoch waren im TV etliche leere Plätze sichtbar. Die FIFA klärt gelassen auf: Während der Spiele hielten sich in den hochmodernen Stadien viele Besucher in den riesigen, klimatisierten Verkaufsbereichen auf, um zu essen, zu trinken oder der Hitze zu entkommen.

TV-Experte Jan Age Fjörtoft appellierte vor dem Start der heimischen Bundesliga, den Schwung der WM mitzunehmen, und hoffte auf volle Stadien. Mitnichten. Rapid führte zum Auftakt das Zuschauer-Ranking mit 16.795 Fans an, dahinter landeten Titelverteidiger LASK (13.241) und Salzburg (7735). Die TV-Bilder aus Wolfsberg, Lustenau und vor allem aus Innsbruck erinnerten hingegen nicht gerade an die große Fußballwelt …

Keine Frage: Die Sommerhitze, teils unfreundliche Beginnzeiten – wie Sonntag um 19 Uhr bei Rapid gegen Altach – oder die Urlaubszeit sind Argumente, die gegen einen Stadionbesuch sprechen. Und es gibt auch weitere Fakten: Bei einigen Klubs verlieren selbst eingefleischte Supporter aufgrund der austauschbaren und unzähligen Legionäre den Überblick, schillernde Stars im Oberhaus haben Seltenheitswert – und viele Stadien sind in puncto Infrastruktur in Europa circa genauso platziert wie Österreich in der Fünfjahreswertung der UEFA: auf Rang 20.