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FPÖ hat die meisten Topverdiener im Nationalrat

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14 Nationalratsabgeordnete verdienen zusätzlich zu ihrem Gehalt noch mehr als 12.000 Euro pro Monat dazu. Damit kommen sie auf mehr als 22.000 Euro, wie aus einer aktuellen Liste des Parlaments hervorgeht. Die meisten Spitzenverdiener hat demnach die FPÖ.

Auf dem ersten Platz landet wie schon in den Vorjahren Axel Kassegger (FPÖ) mit insgesamt neun bezahlten außerparlamentarischen Funktionen. Auf dem zweiten Platz liegt Andreas Minnich (ÖVP) mit sieben bezahlten Nebenjobs. Die lukrativsten Tätigkeiten haben die beiden blauen Generalsekretäre Christian Hafenecker und Michael Schnedlitz, Klubdirektor Norbert Nemeth, die Notare Harald Stefan und Volker Reifenberger, der Rechtsanwalt Christian Ragger, der Apotheker Gerhard Kaniak sowie die Unternehmer beziehungsweise Manager Maximilian Weinzierl und Arnold Schiefer. Damit hat die FPÖ die meisten Spitzenverdiener im Nationalrat.

So sieht es bei anderen Parteien aus
Insgesamt haben 14 der 183 Abgeordneten ein Einkommen von mehr als 22.000 Euro monatlich, wie eine APA-Auswertung der Transparenzdaten des Parlaments zeigt. Demnach ist der einzige Topverdiener der SPÖ der Gewerkschafter Franz Jantscher. Bei der ÖVP und den NEOS fallen je zwei Personen in diese Kategorie: Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger, der Genossenschaftsverbands-Vorsitzende und Unternehmer Peter Haubner (beide ÖVP), der Banker Christoph Pramhofer sowie die Managerin Karin Doppelbauer (beide NEOS). Doppelbauer ist die einzige Frau.

So viele Spitzenverdiener haben die einzelnen Parteien im Nationalrat:

Auch in der zweithöchsten Kategorie sind nur vier Frauen von insgesamt 26 Abgeordneten. Diese verdienen monatlich zwischen 8.001 und 12.000 Euro dazu. In dieser Kategorie sind vor allem Abgeordnete (jeweils neun) der ÖVP und SPÖ. Bei FPÖ und NEOS sind es je zwei Personen. Am wenigsten verdienen die Grünen laut der Auswertung dazu: Niemand im Klub erhält mehr als 4000 Euro monatlich zusätzlich. Die Hälfte der Abgeordneten der Oppositionspartei hat überhaupt kein Nebeneinkommen.

Diese Nebenjobs haben die Politiker
Bei der Art der Jobs zeigt sich ein breites Spektrum: 57 Politikerinnen und Politiker sind auch in der Kommunalpolitik tätig, 26 führen Unternehmen, 16 sind in der Landwirtschaft beschäftigt, andere arbeiten für Parteien oder parteinahe Organisationen (17) oder im öffentlichen Dienst (21). Viele Abgeordnete sind zudem ehrenamtlich aktiv, hier sind die ÖVP-Abgeordnete Elisabeth Scheucher-Pichler sowie Katrin Auer (SPÖ) am engagiertesten.

Die Abgeordneten im Nationalrat sind verpflichtet, die Höhe ihrer Nebeneinkünfte zu melden. Am heutigen Dienstag endete die Frist. Nach dem Bekanntwerden der Zahlen kritisierten sowohl ÖVP als auch SPÖ prompt die Freiheitlichen. „Im Parlament blockieren, draußen kassieren – das ist der wahre blaue Leistungsgedanke der FPÖ“, sagte SPÖ-Vizeklubchefin Julia Herr. Die Freiheitlichen seien „unehrlich und scheinheilig“, befand ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti.