Die Gegner von FIFA-Präsident Gianni Infantino erhöhen den Druck! Wie „The Times“ berichtet, hat sich eine Allianz dreier Kontinentalverbände gebildet, die nun auch mit dem Gedanken spielen soll, eigene internationale Bewerbe ins Leben zu rufen, sollte Infantino einen Rückzug verweigern.
Der Machtkampf innerhalb der FIFA spitzt sich immer weiter zu. Die gescheiterten Pläne von FIFA-Boss Infantino Anteile an der Fußball-WM zu verkaufen, haben ein Fußball-Beben ausgelöst. Längst gibt es offenen Widerstand gegen den Präsidenten. Eine mächtige Gegenallianz hat sich gebildet.
Drei Kontinentalverbände – UEFA (Europa), CONCACAF (Nord-, zentralamerikanische und karibische Fußball-Konföderation) und AFC (Asien) – haben sich zusammengetan, um einen Rücktritt von Infantino zu erwirken. Zum Erreichen des Ziels hat man mehrere Pläne im Petto, berichtet „The Times“ nun.
Besonders drastisch: Sollte der FIFA-Boss einen Rückzug verweigern und im März eine Wiederwahl anstreben, könnte die Anti-Infantino-Allianz eigene internationale Wettbewerbe ins Leben rufen, um den Schweizer damit ordentlich unter Druck zu setzen.
„Alle sind fest entschlossen“
Damit zielen die Infantino-Gegner offenbar vor allem auf Südamerika ab. „Würden die großen südamerikanischen Länder lieber gegen Frankreich oder Spanien spielen oder gegen den Libanon oder Dschibuti? Alle sind fest entschlossen, es gibt jetzt kein Zurück mehr“, wird eine Quelle aus dem FIFA-Umfeld zitiert.
Zudem wird ein Boykott der FIFA-Gremien, in denen die wegweisenden Entscheidungen des Weltverbandes gefällt werden, erwägt. Infantino selbst spürt unterdessen den Druck und sucht seinerseits nach einflussreichen Unterstützern. Seine Hoffnungen sollen dabei vor allem auf der US-Regierung rund um Präsident Donald Trump liegen. Bisher aber wohl auch ohne größeren Erfolg in seinem Werben.