Kultur

Intendant Unterreiner: „Das ist purer Operngenuss“

Intendant Unterreiner: „Das ist purer Operngenuss“

Die Burg Gars wird ab Samstag zum Schauplatz des Puccini-Dramas „Madama Butterfly“. Kammersänger und Intendant Clemens Unterreiner im „Krone“-Gespräch über Achterbahnfahrten und Klischees.

Nach einer Rekordsaison mit 14.000 Besuchern und 90 Prozent Auslastung der Opernaufführungen präsentiert Intendant Clemens Unterreiner nun bis zum 1. August den Puccini-Hit „Madame Butterfly“ auf Burg Gars.

„Eine zutiefst berührende Tragödie über bedingungslose Liebe und das schmerzhafte Aufeinanderprallen unterschiedlicher Kulturen“, so Unterreiner zur „Krone“, „diese emotionale Achterbahnfahrt einer Frau mit ihrer unerschütterlichen Hoffnung und Würde trifft uns auch heute noch direkt ins Herz.“ Regisseur Matthias von Stegmann zeichnet für die Inszenierung verantwortlich: Wird der Stoff rund um das Liebesdrama zwischen US-Marineoffizier Pinkerton und der jungen Geisha Cio-Cio-San (Madama Butterfly) zeitgenössisch interpretiert – oder bleibt alles „klassisch“?

„Wir verbinden mit dem ,Garser Stil‘ gelebte Tradition mit zeitloser Eleganz, völlig frei von verstaubten Klischees oder Experimenten“, sagt Unterreiner, „unser Publikum kann sich auf eine verständliche, ästhetische Inszenierung freuen, bei der sich Opernneulinge ebenso wie Kenner einfach zurücklehnen und puren Operngenuss erleben können!“

Magische Burg-Kulisse
Kammersängerin Kristiane Kaiser und Eugenia Dushina sind alternierend als Butterfly zu erleben, die beiden Tenöre Gabriel Arce und Vitaliy Kovalchuk wechseln einander in der Rolle Pinkerton ab: „Die Stimmen und die Musik verschmelzen in der magischen Kulisse der Burgruine direkt mit den Klängen der Natur zu einem unvergleichlichen Akustikerlebnis. Das ist unser absolutes Highlight: dieser einzigartige unverstärkte Naturklang unter freiem Himmel, bei dem keinerlei Mikrofone zum Einsatz kommen!“

Vielleicht verpasst