Die Mullah-Führung hat mitgeteilt, die Waffen wieder ruhen zu lassen. Gleichzeitig knüpfte Teheran die Einstellung der Kampfhandlungen an eine Drohung, dass alles noch „viel schlimmer“ werden könne ...
„Es wird jedoch betont, dass, falls die Aggression und die feindseligen Handlungen fortgesetzt werden – einschließlich in Südlibanon -, weitaus schwerwiegendere und vernichtendere Maßnahmen als zuvor ergriffen werden“, heißt es in einer Mitteilung der iransichen Streitkräfte in Richtung Israel.
Der Iran hatte am Sonntag wieder Israel angegriffen – erstmals seit Inkrafttreten der zwischen Washington und Teheran vereinbarten Waffenruhe im Krieg, den USA und Israel am 28. Februar begonnen hatten.
Trump schäumt wegen Angriffen
Laut Trump streben Israel und der Iran eine „sofortige Waffenruhe“ an. Die abschließenden Verhandlungen über einen Frieden schritten voran, schrieb Trump kurz vor der iranischen Mitteilung. „Beide Seiten, Israel und Iran, streben eine sofortige Waffenruhe an! Die finalen Friedensverhandlungen laufen, sofern ihnen nicht Ignoranz oder Dummheit in die Quere kommen. Die Blockade (der für den Ölhandel wichtigen Seestraße von Hormuz) bleibt bis zum Abschluss eines endgültigen Abkommens in vollem Umfang bestehen. Es sollte schnell gehen.“
Trump soll Medienberichten zufolge den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu schon zuvor aufgefordert haben, auf Gegenangriffe zu verzichten. Seit der Nacht fliegt Israel nun aber Angriffe auf Ziele im Iran und greift auch weiter im Libanon an – und setzte sich damit über Trumps Verlangen hinweg, von Vergeltungsmaßnahmen abzusehen.
Die iranische Führung bezweifelte indes, dass Israel seine Gegenangriffe nicht mit den USA abstimmt. Niemand glaube, dass Israel solche Angriffe ohne Koordination mit den Vereinigten Staaten durchführen könne, sagte Außenamtssprecher Esmail Baghaei zu Reportern. Das schüre das Misstrauen in den Verhandlungen mit den USA.
In einem Interview mit dem Sender Fox News sagte Trump an den Iran gerichtet: „Ihr habt eure Raketen abgefeuert, es reicht jetzt, kehrt an den Verhandlungstisch zurück und schließt ein Abkommen.“